Aktuelle Nachrichten – Europa
28.10.2008
Bern – Der Postgewinn ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres um 29 Prozent auf 496 Millionen Franken eingebrochen. Fast die Hälfte des Rückgangs – 95 Millionen – geht auf Verluste auf Finanzanlagen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Für das ganze Jahr wird ein Gewinn unter dem Rekordergebnis von 2007 erwartet.
Für den Gewinnrückgang seien alle produkteführenden Konzernbereiche verantwortlich gewesen, schreibt die Post. Gründe für den Einbruch seien vor allem höhere Treibstoffpreise, wachstums- und teuerungsbedingte Mehraufwendungen sowie Wertberichtungen auf Finanzanlagen. Mit einen Minus von 95 Millionen Franken konzentriert sich denn auch der grösste Teil des Rückgangs auf die Postfinance: 67 Millionen Franken an Wertberichtungen betrafen festverzinsliche Anlagen, die restlichen 28 Millionen gehen auf Aktienanlagen zurück. Dank der risikobewussten Anlagestrategie entspreche der Wertverlust aber nur rund 0,2 Prozent des geamten Anlageportefeuilles.
Auch die höheren Personalkosten sowie Subventionskürzungen bei der Presseförderung hätten zu Buche geschlagen. Ein weiterer Grund sei der Parallelbetrieb im Projekt REMA zu Neuorganisation der Briefverarbeitung. Unter all diesen Bedingungen erwartet die Post aus heutiger Sicht ein Jahresergebnis unter dem Niveau von 2007.
Der Betriebsertrag stieg laut Post im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 2,1 Prozent auf 6,47 Milliarden Franken an. Zwei Drittel davon stammten nach wie vor aus den Segmenten PostMail, PostLogistics und PostFinance. Der Bereich PostFinance habe mit seinem kapitalbedingt höheren Betriebsertrag einen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Die Investitionen, die primär ins REMA-Projekt flossen, beliefen sich auf 299 Millionen Franken und wurden vollständig durch selbst erarbeitete Mittel finanziert. Das Eigenkapital der Post lag per 30. September bei 2,622 Milliarden Franken und damit weiterhin unter der angestrebten Höhe von 3,433 Milliarden. (AP)
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