Top-Themen – Potsdam erlebt eine preußische Hochzeit – Katharina Wiechers
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Katharina Wiechers

27.08.2011

Zwei Tage nach der standesamtlichen Hochzeit des Prinzen mit Sophie von Isenburg im Potsdamer Rathaus gab sich das Paar während eines ökumenischen Gottesdienstes in der Friedenskirche erneut das Ja-Wort. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd
Zwei Tage nach der standesamtlichen Hochzeit des Prinzen mit Sophie von Isenburg im Potsdamer Rathaus gab sich das Paar während eines ökumenischen Gottesdienstes in der Friedenskirche erneut das Ja-Wort.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd

Potsdam – Georg Friedrich Prinz von Preußen und Prinzessin Sophie von Isenburg haben in der Potsdamer Friedenskirche geheiratet. An der kirchlichen Zeremonie nahmen rund 650 geladene Gäste des deutschen und internationalen Adels sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil.

Die Offenheit und Toleranz, die im Haus des Prinzen Tradition seien, und der große Familienzusammenhalt, der die Fürstenfamilie Isenburg auszeichne, mache beide zu einem starken Paar, sagte der evangelische Pfarrer Michael Wohlrab während der ökumenischen Zeremonie. Ihm zur Seite stand der pensionierte Abt Georg Graf Henckel zu Donnersmarck, Onkel des Filmregisseurs Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen").

Designer Wolfgang Joop entwarf das Brautkleid

Das Brautkleid mit dem Titel "Whisper White" hatte Designer Wolfgang Joop entworfen. Da sich der Modemacher eigenen Angaben zufolge an dem historischen Schleier aus dem isenburgischen Besitz orientieren musste, den die Braut darüber trug, wurde die eigentlich weiße Seide leicht eingefärbt. Im Haar hatte die Braut ein Diadem, das vermutlich um 1860 in Paris angefertigt wurde und traditionell bei Hochzeiten von weiblichen Mitgliedern des Fürstenhauses Isenburg getragen wird.

Während die 33-jährige Braut in einem schwarz-grauen Rolls-Royce zur Kirche gefahren wurde, schritt der zwei Jahre ältere Bräutigam die von Schaulustigen gesäumte Allee nach Sanssouci zu Fuß entlang. Begleitet wurde er von seiner Mutter Donata Gräfin zu Castell-Rüdenhausen und seiner Schwester Cornelie-Cécile, die seit der Geburt behindert ist.

Kutschfahrt im blauen Landauer

Nach dem Verlassen der Kirche gaben sie sich vor dem Gotteshaus einen Kuss und stiegen in einen blauen Landauer, der sie zum Empfang in den Neuen Kammern neben Schloss Sanssouci bringen sollte. Die rötlich-braunen Pferde und die Kutsche stammten vom Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse, das 1788 von Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. gegründet wurde.

Vor und nach der Trauung säumten einige Hundert Zaungäste die Straße nach Sanssouci, die zur Friedenskirche führt. Einige von ihnen hielten Fahnen mit dem preußischen Wappen in der Hand, viele applaudierten, als das Paar auf der Kutsche vorbeikam. Eine Gruppe Demonstranten, die gegen die Veranstaltung protestieren wollte, wurde schon vor der Hochzeit von der Polizei in die Potsdamer Altstadt umgeleitet.

(dapd)

 

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