Foto: dapd/Adam Berry
Berlin – Der japanische Botschafter in Deutschland, S.E. Takeshi Nakane, hat anlässlich der Verkündung der Preisträger des Praemium Imperiale die Bedeutung von Kunst und Kultur hervorgehoben. Mit Blick auf das schwere Erdbeben 2011 in Japan sagte er am Donnerstag in Berlin: "Ich bin fest davon überzeugt, dass Kunst und Kultur das Potenzial besitzen, um Menschen neuen Mut zu geben und ihnen Trost zu spenden." Der Praemium Imperiale sei "ein Kulturpreis, auf den Japan zu Recht stolz sein kann", betonte er.
Die Preisträger waren am Mittwoch in New York von der Japan Art Association bekannt gegeben worden, am Donnerstag folgte die offizielle Verkündung unter anderem in Berlin. In diesem Jahr geht der hochdotierte "Nobelpreis der Künste" an Cai Guo-Qiang, Cecco Bonanotte, Henning Larsen, Philip Glass und Yoko Morishita.
Cai Guo-Qiang erhält die Auszeichnung als erster chinesischer Künstler in der Kategorie Malerei. In der Kategorie Skulptur wird der italienische Bildhauer Cecco Bonanotte geehrt. Mit der Auszeichnung für Henning Larsen in der Kategorie Architektur geht der Preis erstmals an einen dänischen Architekten. In der Kategorie Musik wird der US-Musiker und Komponist Philip Glass ausgezeichnet. Der Ballettpionierin Japans und noch aktiven Prima Ballerina Yoko Morishita wird der Preis in der Kategorie Theater/Film verliehen.
Seit 1989 ehrt die dem japanischen Kaiserhaus nahestehende Stiftung Japan Art Association Künstler für ihr einzigartiges Lebenswerk, für ihren Einfluss auf die internationale Kunst und die weltweite gesellschaftliche Bedeutung ihrer Werke. Der mit je 15 Millionen Yen (derzeit rund 159.000 Euro) dotierte Kunstpreis Japans wird am 23. Oktober in Tokio durch seinen Ehrenschirmherren, Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Hitachi, feierlich verliehen.
119 Künstler wurden bislang geehrt, darunter Claudio Abbado, Pina Bausch, Ingmar Bergman, Daniel Barenboim, Tony Cragg, Christo and Jeanne-Claude, Judi Dench, Dietrich Fischer-Dieskau, Norman Foster, Frank Gehry, Jean-Luc Godard, Hans Werner Henze, Rebecca Horn, Anish Kapoor, Sophia Loren, Renzo Piano, Sigmar Polke und Gerhard Richter.
dapd
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