Aktuelle Nachrichten – USA
21.10.2012
Foto: The Epoch Times
Bei einer Wahlkampfveranstaltung am 5. Oktober in Virginia schüttelte eine Vertreterin von Falun Gong Präsident Obama die Hand und übergab ihm einen Brief von Praktizierenden der spirituellen Praxis über den Organraub an lebenden Menschen in China. Das Foto von der Übergabe des Briefes wird, wenn es im Internet in China gesehen wird, die Aufmerksamkeit der Menschen erregen und vielleicht einige Einstellungen ändern. Dem Präsidenten wird der Brief vielleicht helfen, die in China stattfindenden Gräueltaten besser zu verstehen.
Karen Gao, eine Vertreterin der Washington D.C. Falun Dafa Association, übergab den Brief an Präsident Obama während einem öffentlichen Treffen mit Wählern an der George Mason University in Fairfax. Sie bat ihn dabei um Hilfe bei der Beendigung der erzwungenen Organentnahme an inhaftierten und noch lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China unter Aufsicht des kommunistischen Regimes.
Als er den Brief aus ihrer Hand entgegennahm, sah Präsident Obama Frau Gao direkt in die Augen.
Das Foto dieses Moments ist das erste seit mehr als zehn Jahren, auf dem eine Falun Gong-Praktizierende persönlich Informationen über die verfolgte Meditationspraxis an einen Präsidenten der USA übergibt.
Das chinesische Volk wird seit mehr als 13 Jahren mit Propaganda überflutet, die Falun Gong denunziert. Die Medien lassen die Chinesen über die Gräueltaten des Organraubs an lebenden Menschen im Dunkeln.
Das Foto von Frau Gao, wie sie Präsident Obama die Hand schüttelt, zerstört einige der Mythen über Falun Gong, wie sie von den chinesischen Medien verbreitet werden. Wenn ihre Bitte um Hilfe und die Übergabe eines Briefes, der die „bösartigsten Gräueltaten auf der Welt" beschreibt, an das chinesische Volk weitergeleitet wird, wird das den Schleier der Ignoranz, der diese Untaten des Organraubs in China umgibt, gelüftet werden.
Normalerweise würde der Präsident bei einer solchen Begebenheit nicht einfach solche Materialien annehmen. Trotzdem streckte er seine linke Hand aus, während seine Bodyguards zur Stelle waren und - mit ihren Augen auf den Brief gerichtet - auf alles achtgaben.
Der Brief hilft vielleicht dabei, die Aufmerksamkeit Obamas auch auf das Engagement des Kongresses in Bezug auf den Organraub in China zu lenken.
Am 4. Oktober unterzeichneten 106 US-Kongressabgeordnete, etwa ein Viertel der Mitglieder des Abgeordnetenhauses, einen Brief an die Außenministerin Clinton. In diesem Brief erbat man „die Freigabe jeglicher Informationen“ die dem Außenministerium „zum Thema missbräuchlicher Organtransplantationen in China“ vorliegen.
Das Magazin CQ Global Researcher berichtete, Ermittler zum Thema Organraub in China schätzten, dass zwischen den Jahren 2000 und 2008 etwa 62.000 Falun Gong-Praktizierende durch erzwungene Organentnahme am lebendigen Leib ums Leben gekommen sind. Der Menschenrechtsanwalt David Matas (Koautor von David Kilgour des bahnbrechenden Buches „Blutige Ernte“) schätzt, dass jedes Jahr 8.000 Praktizierende durch erzwungene Organentnahme am lebendigen Leib umgebracht werden.
Die Verfolgung von Falun Gong wurde 1999 von dem früheren Führer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Jiang Zemin, eingeleitet. Laut dem Falun Dafa Informationszentrum www.faluninfo.net werden Falun Gong-Praktizierende zum Ziel vieler Menschenrechtsverletzungen durch die KPCh.
Die hohe Anzahl der Verfolgten – 1999 schätzten staatliche Ministerien in China, dass zwischen 70 und 100 Millionen Menschen Falun Gong praktizierten – macht es zur größten Verfolgung einer religiösen Gruppe auf der Welt.
Original-Artikel auf Englisch: President Obama Accepts Letter From Falun Gong PractitionerLesen Sie den Brief auf Seite 2
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