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10.09.2009
Mexiko-Stadt – Getrieben von einer angeblichen göttlichen Eingebung hat ein bolivianischer Prediger in Mexiko ein Verkehrsflugzeug mit 103 Passagieren gekapert. Die Entführung der Boeing 737 verlief glimpflich und endete am Mittwoch mit der Festnahme des Entführers nach der Landung auf dem Flughafen in Mexiko-Stadt.
Der religiöse Fanatiker hatte die Verkehrsmaschine nach ihrem Start im Urlaubsort Cancun in seine Gewalt gebracht. Als Bombenattrappe verwendete er eine Getränkedose. Nach der Landung der Aeromexico-Maschine auf dem internationalen Flughafen brachten Unterhändler der Polizei den 44-Jährigen zunächst dazu, Frauen und Kinder freizulassen.
Danach stürmte ein Polizeikommando das Flugzeug. Fernsehbilder zeigten, wie mindestens fünf Männer in Handschellen abgeführt wurden, weil der Prediger von drei Komplizen gesprochen hatte. Nach seiner Festnahme gab er an, er habe den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist gemeint.
Der Mann wollte mit seiner Aktion erzwingen, den mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon zu sprechen. Vorherige Versuche, ihn zu kontaktieren, seien gescheitert. Er wollte Calderon vor einer Katastrophe warnen, „einen beispiellosen Erdbeben“, wie er Reportern sagte. Damit habe ihn Gott beauftragt. Im Verhör verwies er auf das vermeintlich unheilschwangere Datum vom Mittwoch. Der 9.9.09 sei die auf den Kopf gestellte satanische 666. (AP)
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