Oranienburg – Preußische Kronjuwelen auf Reisen: Die Krone, das Zepter und der Reichsapfel des ersten preußischen Königs Friedrich I. sind ins Schloss Oranienburg umgezogen. Bis Juni 2010 ist der Schatz in Brandenburg zu sehen, weil im Berliner Schloss Charlottenburg gebaut wird. 308 Jahre nach der Krönung Friedrichs soll die Ausstellung am (kommenden) Sonntag eröffnet werden.
Vollständig erhalten sind noch der Reichsapfel und das Zepter aus dem späten 17. Jahrhundert, das für die Krönung verändert worden war. Bemerkenswert sei der Leib des Adlers, der den Herrschaftsstab krönt, sagte der Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Ulrich Henze. Der Leib besteht aus einem Rubin, den der russische Zar Peter der Große aus seinem Zepter genommen und Friedrich geschenkt haben soll. In der Königskrone fehlen dagegen heute mehrere der ursprünglich 153 Diamanten und 28 Brillanten.
Kurfürst Friedrich III. hatte sich am 18. Januar 1701 in Königsberg zum preußischen König Friedrich I. krönen lassen. Die Zeremonie fand nicht in der Residenzstadt Berlin statt, weil der Kaiser in Wien die Standeserhöhung nur akzeptierte, wenn sie außerhalb des Heiligen Römischen Reiches im ehemaligen Ordensland Preußen stattfand. Auf seiner Rückkehr nach Berlin hatte Friedrich mehrere Wochen Station in Oranienburg gemacht. (AP)
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