Foto: Mario Vedder/dapd
Frankfurt/Main/Berlin – Lauter Protest gegen zu viel Lärm: In Frankfurt am Main und Berlin haben am Samstag Tausende Menschen gegen Fluglärm und Beeinträchtigungen durch die dortigen Flughäfen protestiert.
Am Frankfurter Flughafen forderten die Demonstranten mit Trommeln, Pfeifen und Plakaten ein absolutes Nachtflugverbot zwischen 22.00 und 6.00 Uhr, eine Deckelung der Flugbewegungen und die Stilllegung der im Oktober eröffneten Nordwest-Landebahn. Der Ausbau des Rhein-Main-Airports habe die Grenze der Zumutbarkeit längst überschritten, erklärten Sprecher des Bündnisses der Bürgerinitiativen, das unterstützt von Parteien und Verbänden zu der Protest-Aktion aufgerufen hatte.
Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten in Frankfurt auf 6.000, die Veranstalter sprachen von 10.000 Teilnehmern. Der Protest gegen Fluglärm begann am Mittag im Terminal und endete vor dem Flughafen-Gebäude mit einer Kundgebung. Nach Angaben des Flughafens Frankfurt kam es durch den Protest bei der Passagierabfertigung zu keinen Störungen.
In Berlin protestierten Hunderte Menschen im Terminal A des Airports Schönefeld gegen Lärm durch den künftigen Hauptstadt-Flughafen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 600 Bürger an der Protest-Aktion. Gerechnet hatten die Initiatoren mit 100 Teilnehmern. Der neue Flughafen in Schönefeld soll Anfang Juni in Betrieb genommen werden.
(dapd)
Luftverkehrssteuer angeblich Schuld an schwachem Wachstum
(23.01.2012)
Umweltbundesamt für konsequentes Nachtflugverbot
(11.01.2012)
Lärmgutachten plädiert für totales Nachtflugverbot für Schönefeld
(11.01.2012)
DFS-Chef: Berlin könnte nachts umflogen werden
(28.10.2010)
„Lärm ist das am stärksten unterschätzte Umweltthema“
(29.12.2009)
Lufthansa klagt gegen Nachtflugverbot in Frankfurt
(13.12.2009)
Nachtfluglärm erhöht Blutdruck
(15.02.2008)
Nachtfluglärm beeinträchtigt Körper und Psyche
(08.03.2007)