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Prothesenhersteller wehrt sich gegen "Techno-Doping" bei Paralympics

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24.08.2012

Ein Techniker-Team des Prothesenherstellers Otto Bock will durch kostenlose Betreuung der Paralympics-Athleten in London Chancengleichheit bei den Wettkämpfen herstellen. Foto: dapd/Swen Pfoertner
Ein Techniker-Team des Prothesenherstellers Otto Bock will durch kostenlose Betreuung der Paralympics-Athleten in London Chancengleichheit bei den Wettkämpfen herstellen.

Foto: dapd/Swen Pfoertner

Duderstadt – Ein Techniker-Team des Prothesenherstellers Otto Bock will durch kostenlose Betreuung der Paralympics-Athleten in London Chancengleichheit bei den Wettkämpfen herstellen. "Kein Sportler soll wegen technischer Probleme auf seinen Start verzichten müssen", sagte Rüdiger Herzog vom Paralympics-Team des Unternehmens aus Duderstadt (Landkreis Göttingen) im dapd-Interview. Vor allem für Teilnehmer aus ärmeren Ländern sei dieses Angebot wichtig. "Die können sich einen derartigen Service normalerweise nicht leisten, sollen hier aber keine Nachteile haben", betonte er.

Seit 1988 sei das Unternehmen Paralympics-Sponsor. Nach London seien jetzt 78 Mechaniker aus 20 Ländern gereist. Herzog rechnet mit rund 2.000 Arbeitsstunden während der Spiele. "Die Sportler gehen mit dem Material bei Wettkämpfen nicht gerade zimperlich um". Bei Rollstuhl-Basketball und -Rugby gehe immer einiges zu Bruch. "Dann müssten die Schweißer ran." Für Leichtathleten dagegen komme es auf eine perfekte Feinabstimmung an den Prothesen an, um Bestleistungen zu garantieren.

Herzog wehrt sich gegen den Vorwurf des Techno-Dopings. "Das ist gemein gegenüber den Sportlern", merkte er an. Die zulässigen Prothesen und medizinischen Hilfsmittel dürften nur die Kraft umsetzen, die die Athleten selbst aufbringen. Zwar habe es 1988 in Seoul mit den ersten Karbonfeder-Prothesen eine "sprunghafte" Entwicklung gegeben, sagte Herzog. "Aber auch diese Technik kann niemals besser als ein echtes Bein sein."

dapd

 

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