Aktuelle Nachrichten – Wohnen
20.01.2007
Hamburg – Nach dem Rauchen ist das unfreiwillige Einatmen von radioaktivem Radon in den eigenen vier Wänden der häufigste Auslöser von Lungenkrebs. Rund 3.000 Erkrankungen pro Jahr würden in Deutschland von Zerfallsprodukten des Edelgases in Gebäuden ausgelöst, erklärte Erich Wichmann vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und Mitglied der Strahlenschutzkommission.
Das geruchs- und geschmackslose Radon kommt in Böden und Gesteinen vor und gelangt durch Spalten und Risse in Gebäude. „Dort wird es quasi eingefangen, so dass die Konzentration dann zirka fünf Mal so hoch ist wie draußen“, erklärte Wichmann. Eingeatmet könne Radon radioaktiv zerfallen und in der Lunge Krebs auslösen.
Um das Eindringen von Radon ins Haus zu verhindern, könne bei Neubauten eine spezielle Folie unter dem Fundament eingezogen werden. Das sei bei allen Häusern möglich. „Hier kann man mit wenig Geld, enorme Erfolge erzielen“, erklärte Wichmann. Die Radonkonzentrationen sind in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Besonders betroffene Regionen sind vor allem der Süden Thüringens und Sachsens, Ostbayern sowie manche Bereiche in den Alpen, im Schwarzwald und in der Eifel.
(AP)
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