Aktuelle Nachrichten – Sport
29.04.2009
Frankfurt/Rom – Der deutsche Radprofi Stefan Schumacher soll bei den Olympischen Spielen in Peking gedopt gewesen sein. Er gehört zu den sechs Sportlern, die bei Nachkontrollen positiv getestet wurden. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) erklärte am Mittwoch: „Der BDR hat Unterlagen über eine positive Nachkontrolle auf Dopingmittel an den Sportler Stefan Schumacher weitergeleitet. Es ist nun seine Sache, eine Öffnung der B-Probe zu verlangen oder darauf zu verzichten.“ Unter den sechs betroffenen Sportlern sind auch zwei Medaillengewinner.
Schumacher war bereits nach der Tour der France 2008 positiv auf EPO-Doping getestet worden; Anfang des Jahres wurde er vom Radsport-Weltverband UCI für zwei Jahre gesperrt. Der Sportler hat dagegen Einspruch eingelegt und bestreitet jegliches Doping.
Bei den betroffenen Medaillengewinnern handelt es sich um den 1.500-Meter-Olympiasieger Rashid Ramzi aus Bahrain sowie den italienischen Silbermedaillengewinner im Straßenradrennen, Davide Rebellin. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am Dienstag mitgeteilt, sechs Athleten seien in Peking des Blutdopings mit dem Wirkstoff CERA überführt worden.
Der in Marokko geborene Ramzi gewann im vergangenen Jahr in Peking das erste Olympia-Gold überhaupt für Bahrain. Das nationale Olympische Komitee Bahrains bestätigte am Mittwoch, dass seine Dopingprobe bei der Nachkontrolle positiv war.
Das italienische Olympische Komitee teilte ebenfalls am Mittwoch mit, der Radprofi und Vize-Olympiasieger Rebellin sei positiv getestet worden. Der 37-Jährige wies den Vorwurf in einem Zeitungsinterview zurück. Es handele sich um einen Fehler, sagte er. (AP)
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