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Rasche Reaktion auf steigende Nahrungsmittelpreise gefordert

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04.09.2012

Angesichts der drastisch gestiegenen Weizenpreise Foto: ddp/Mario Vedder
Angesichts der drastisch gestiegenen Weizenpreise

Foto: ddp/Mario Vedder

Rom – Angesichts der drastisch gestiegenen Weizenpreise fordern UN-Organisationen ein rasches Eingreifen der Regierungen weltweit. Das Welternährungsprogramm (WFP), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) erklärten am Dienstag, die steigenden Preise drohten das Leben von Millionen Menschen noch schwerer zu machen. Besonders betroffen seien arme Länder.

Die Organisationen forderten die Länder auf, Panikkäufe zu vermeiden und keine Exportbeschränkungen zu verhängen. Solche Beschränkungen könnten zwar kurzzeitig den Verbrauchern im eigenen Land helfen, verschlimmerten aber die Lage für andere. In der Vergangenheit hatte Russland Exportbeschränkungen verhängt, um eine geringe Weizenernte aufzufangen.

Unterstützung für Kleinbauern gefordert

Die Regierungen wurden außerdem aufgefordert, ihre Quoten zur Herstellung von Biosprit anzupassen. Viehbauern in den USA haben Washington aufgefordert, die Quoten zu lockern, weil das Futter zu teuer geworden ist. 40 Prozent der US-Getreideernte gehen in die Produktion von Ethanol. Die drei Organisationen wandten sich auch an die armen Länder. Diese sollten die Unterstützung für Kleinbauern und die Lebensmittelhilfen für Mütter und Kinder ausweiten. Außerdem sollten sie sich für eine nachhaltige Produktion einsetzen.

Eine anhaltende Trockenheit in den USA hat zum drastischen Preisanstieg auf den internationalen Märkten beigetragen. Die USA sind der größte Exporteur von Mais, Sojabohnen und Weizen. Die FAO stellt am Donnerstag ihren nächsten Preisindex für Nahrungsmittel vor. Im letzten Index im Juli hieß es, die Nahrungsmittelpreise seien um sechs Prozent gestiegen, nachdem sie zuvor drei Monate lang zurückgegangen waren.

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