Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
22.03.2008
Hamburg – Das Rauchverbot beeinträchtigt die Umsätze von Kneipen und Restaurants offenbar weniger stark als befürchtet. Die Gäste hätten sich schnell an das Verbot gewöhnt, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf eine Auswertung des Deutschen Krebsforschungszentrums von Angaben der statistischen Landesämter. Je länger die Gesetze in Kraft seien, desto positiver entwickelten sich die Umsätze, sagte Martina Pötschke-Langer von der Heidelberger Stabsstelle Krebsprävention dem Magazin.
Zwar litten demnach im vergangenen Jahr generell nahezu alle Kneipen darunter, dass die Gäste weniger tranken und aßen. Doch in Ländern wie Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen, wo es bereits Rauchverbote gab, war diese Entwicklung ähnlich wie etwa in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, wo die neuen Regelungen erst in diesem Jahr in Kraft traten.
Ob kleine Kneipen mehr zu leiden hatten als größere Lokale mit abgetrennten Raucherzimmern, können die Zahlen dem Bericht zufolge jedoch nicht klären. Der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes hatte berichtet, einer Umfrage zufolge sei der Umsatz in sogenannten Einraumgaststätten nach In-Kraft-Treten des Nichtraucherschutzgesetzes um bis zu 50 Prozent eingebrochen. (AP)