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Auf zum Ceres! Raumsonde "Dawn" nimmt Abschied von Asteroid Vesta

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05.09.2012

Raumsonde "Dawn" nimmt Abschied von Asteroid Vesta  Foto: © AP 2012  NASA/DHOPD/AP/dapd
Raumsonde "Dawn" nimmt Abschied von Asteroid Vesta

Foto: © AP 2012 NASA/DHOPD/AP/dapd

Los Angeles – Rund ein Jahr nach ihrer Ankunft auf Vesta nimmt die NASA-Raumsonde "Dawn" Abschied vom Asteroiden: Die Fähre sollte am Mittwoch die Umlaufbahn des Himmelskörpers verlassen und den als Zwergplaneten bezeichneten Asteroiden Ceres anfliegen. Die Reise wird fast drei Jahre dauern.

Schon für die langsame Abnabelung von Vesta brauchte "Dawn" mit seinem hochentwickelten Ionen-Antrieb bislang mehr als einen Monat. Da das Antennensystem der Sonde sich jedoch dabei von der Erde wegdrehte, sollten die verantwortlichen NASA-Ingenieure erst im Laufe des Tages erfahren, ob das Manöver tatsächlich geglückt ist. Die Experten an der US-Raumfahrtbehörde betrachten den Abflug aus Vesta als Routine. "Das ist kein plötzliches Ereignis. Wir sind weder angespannt noch besorgt", erklärte Marc Rayman, Chefingenieur des NASA-Teams, das die 466 Millionen Dollar (rund 370 Millionen Euro) teure Mission betreut.

Während ihrer Zeit in der Umlaufbahn von Vesta wartete "Dawn" mit überraschenden Einblicken auf. Forscher hatten schon im Vorfeld herausgefunden, dass die Südhalbkugel des Asteroiden einen eindrucksvollen Krater aufweist. Bei näherer Betrachtung stellte "Dawn" dann jedoch einen weitere Furche in der gleichen Region fest. Das galt Wissenschaftlern als Beleg für zweifache Kollisionen mit anderen Himmelskörpern, die Geröll ins All schleuderten. Einige der Trümmer fielen schließlich als Meteoriten auf die Erde.

Die 2007 gestartete Expedition ist besonders für die Planetenforschung von Interesse, da Asteroiden das Material enthalten, aus dem das gesamte Sonnensystem und letztlich auch die Erde einmal entstanden sind. Vor allem Vesta und Ceres gelten für die Expedition als perfekte Ziele. Die beiden größten Himmelskörper im Asteroiden-Gürtel hatten sich nie zu ausgewachsenen Planeten entwickeln können. Von den kosmischen Zeitkapseln erhofft sich die Wissenschaft daher neue Erkenntnisse zum weiteren Verständnis der Entstehung unseres Planeten-Systems.

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