Aktuelle Nachrichten – Europa
29.01.2009
Zürich – Die Schweizer Polizei hat Drogenhändlern das Handwerk gelegt, die tonnenweise Haschisch und Marihuana abgesetzt haben. 16 Personen werden angeklagt. Rund drei Tonnen Marihuana stammten von zwei Thurgauer Bauern aus Eigenproduktion. Auf eines ihrer Marihuanafelder stieß die Polizei mit Hilfe des Online-Geoinformationsdienstes Google Earth.
Neun Schweizer, vier Holländer türkisch-kurdischer Herkunft, zwei Serben und ein Italiener werden wegen Handels mit 1,5 bis 2 Tonnen Haschisch sowie bis zu 5 Tonnen Marihuana vor Gericht gestellt, wie die Zürcher Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilten. 1,5 bis 2,0 Tonnen Haschisch sowie 1,5 Tonnen Marihuana sollen sie zwischen 2004 und Anfang 2008 in die Schweiz eingeführt habe, weitere 2,0 bis 3,5 Tonnen Marihuana wurden in der Schweiz angebaut.
Auf die Spur der Bande kam die Kantonspolizei Zürich im Frühjahr 2007 dank eines Hinweises der Neuenburger Kantonspolizei, wonach ein im Kanton Zürich wohnender 40-jähriger Schweizer größere Mengen Marihuana in die Westschweiz lieferte. Der Mann wurde im Dezember 2007 verhaftet. Er gab den Weiterverkauf von mehreren hundert Kilogramm Haschisch und Marihuana zu. Lieferanten des Haschischs waren laut seinen Aussagen Angehörige einer Gruppe von Türken, die zum Teil die holländische Staatsbürgerschaft besitzen. Mitte Januar 2008 wurden die Drogenlieferanten im Zuge eines Treffens verhaftet.
Ein Teil des Marihuanas stammte von zwei Thurgauer Bauern im Alter von 48 und 42 Jahren. Auf eines ihrer Marihuanafelder stieß die Polizei, als sie den Sitz der Bauern mit Google Earth ausfindig machen wollte. Sie entdeckte dabei gut sichtbar das 150 Meter lange und 50 Meter breite Hanffeld, das getarnt innerhalb eines größeren Maisfeldes angelegt war. (AP)
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