Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
31.03.2011
Berlin/Frankfurt – Wegen des Verdachts auf Millionenbetrug mit Euro-Münzen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main einem Medienbericht zufolge die Wohnungen von Bundesbank- und Lufthansa-Mitarbeitern durchsucht. Eine Bundesbank-Sprecherin sagte am Donnerstag auf dapd-Anfrage, dass es Ermittlungen gebe. Damit bestätigte sie einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe).
Die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwalt, Doris Möller-Scheu, sagte dem Blatt, gegen die Tatverdächtigen laufe ein Ermittlungsverfahren wegen des "Inverkehrbringens von Falschgeld". Dem Bericht zufolge sollen von der Bundesbank verschrottete Euro-Münzen in China wieder zusammengesetzt und anschließend von Stewardessen der Lufthansa nach Deutschland geschmuggelt worden sein. Mithilfe von Komplizen bei der Bundesbank hätten die Mitarbeiter das Geld anschließend in Scheine getauscht.
Laut Informationen der "Bild" wurden bei der Razzia sechs Personen festgenommen, einige von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Der Schaden belaufe sich laut Schätzungen der Ermittler auf mindestens 20 Millionen Euro, sagte Möller-Scheu. Die Fahnder gingen von mindestens 25 Tätern aus, heißt es weiter.
Staatsanwaltschaft, Zoll und Kriminalpolizei ermitteln den Angaben zufolge seit Anfang 2010. Damals sei am Frankfurter Flughafen eine Stewardess aufgefallen, die Probleme mit ihrem schweren Handgepäck hatte. In ihrer Tasche befanden sich laut "Bild" Tausende Ein- und Zwei-Euro-Stücke.
(dapd)
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