Aktuelle Nachrichten – Europa
09.08.2012
Foto: Dr. Peters Group/dapd
Buxtehude - Die Reederei des havarierten deutschen Containerschiffs "MSC Flaminia" hat mit Unverständnis auf die ausbleibende Genehmigung für das Anlaufen eines europäischen Hafens reagiert. "Ich empfinde es als ein Unding, dass ein Schiff unter deutscher Flagge in dieser Situation keine Genehmigung von den Ländern der europäischen Gemeinschaft bekommt", sagte der Chef der Reederei NSB aus Buxtehude, Helmut Ponath, am Donnerstag. Er warnte, dass dadurch der Erfolg der Bergungsoperation gefährdet sei.
Bereits seit Wochen befindet sich die norddeutsche Reederei in Verhandlungen mit Behörden verschiedener europäischer Staaten - bisher erfolglos. Da der Frachter sich keiner Küste nähern darf, wird er derzeit von Schleppern ziellos durch den Atlantik gezogen.
Das Feuer an Bord war Mitte Juli aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Ein Seemann starb, ein weiterer wird noch vermisst. Ursprünglich hatte sich der Frachter im Atlantik auf dem Weg von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina nach Antwerpen in Belgien befunden.
Unterdessen ist der Brand an Deck offenbar endgültig unter Kontrolle. Nach Reederei-Angaben ist die Situation an Bord stabil. Dennoch könne es noch kleine Brandherde in einzelnen Containern geben, sagte ein Sprecher. Bergungsexperten waren in den vergangenen Tagen immer wieder auf das Schiff übergesetzt. Zuvor hatte schlechtes Wetter die Arbeiten massiv behindert. dapd
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Havariertes Containerschiff "MSC Flaminia" zieht weiter Kreise auf dem Atlantik
(07.08.2012)
Fortschritt am Jade-Weser-Port
(05.08.2012)
"Traumschiff"-Reederei hofft auf freiwilligen Bonus von Reisegästen
(05.08.2012)
"Traumschiff"-Reederei denkt über "Flaggen-Bonus" nach
(05.08.2012)
Bergung für das havarierte Containerschiff "MS Flaminia" läuft
(17.07.2012)
Traumschiff "MS Deutschland" bald unter fremder Flagge?
(11.06.2012)
Bergung von Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia"
(21.04.2012)