Aktuelle Nachrichten – Deutschland
10.04.2011
Foto: AP Photo/Michael Probst
Saarbrücken – Die Bundesregierung weist Bedenken hinsichtlich einer möglichen Gefährdung deutscher Atomkraftwerke durch Computerviren zurück. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die sicherheitstechnischen Systeme deutscher Kernkraftwerke von Viren wie etwa Stuxnet betroffen sein könnten, heißt es in einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, aus der die "Saarbrücker Zeitung" (Montagausgabe) am Sonntag vorab berichtete.
Die Möglichkeit eines Befalls kann die Regierung allerdings nicht gänzlich ausschließen. Derzeit gebe es noch keine anlagenspezifische Aufschlüsselung, welche "softwarebasierten Leittechniksysteme" von Stuxnet betroffen sein könnten, hieß es in dem Dokument. Das werde von den Betreibern und den zuständigen Aufsichtsbehörden geprüft. Eine Infektion müsse durch "Vermeidung" von Internet-Verbindungen oder USB-Anschlüssen "weitestgehend" verhindert werden.
Der Computervirus Stuxnet, dessen Herkunft unbekannt ist, hatte 2010 Atomanlagen im Iran angegriffen und beschädigt. (dapd)
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