Aktuelle Nachrichten – International
17.02.2009
Doha – Die sudanesische Regierung und die größte Rebellenbewegung aus der Krisenregion Darfur haben sich schriftlich auf ein Rahmenabkommen für weitere Friedensverhandlungen verpflichtet. Die erhoffte Waffenstillstandsvereinbarung kam aber bei den Gesprächen in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar, noch nicht zustande. In der nächsten Runde der Verhandlungen im kommenden Monat soll es um die grundlegenden Probleme des inzwischen schon sechs Jahre andauernden Konflikts in Darfur gehen, der schon bis zu 300.000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 2,5 Millionen in die Flucht getrieben hat.
Die Gespräche in Doha waren die ersten zwischen Regierung und Rebellen seit fast zwei Jahren und die ersten, an denen die mächtige Gerechtigkeits- und Gleichheitsbewegung beteiligt ist. Sie ist derzeit die größte Herausforderung für die sudanesische Regierung. Für Aufsehen sorgte im Mai vergangenen Jahres ein Angriff von Kämpfern dieser Bewegung auf die Außenbezirke der Hauptstadt Khartum.
Chalil Ibrahim, der Führer der Gerechtigkeits- und Gleichheitsbewegung, erklärte, es gebe auf beiden Seiten den Wunsch, „eine umfassende gerechte Lösung zur Beendigung dieses Krieges zu erreichen und den Ausbruch eines weiteren Krieges zu verhindern“. Beide Seiten verständigten sich auch zumindest im Grundsatz auf einen Gefangenenaustausch. Ibrahim sagte, als Zeichen des guten Willens werde seine Gruppe mehrere verschleppte Regierungssoldaten freilassen. Der Vermittler Dschibril Bassole sagte, die Rebellen hätten ihrerseits die Freilassung inhaftierter Mitglieder verlangt. (AP)
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