Wandern in Spanien: Küstenwege an der Costa Brava – Nord

„Cami de Ronda“ ist spanisch und heißt „Rundweg“. Damit sind aber auch die katalanischen Küstenpfade der Costa Brava, der nördlichesten Küste von Spanien gemeint. Diese Küstenwege wurden im 19. Jahrhundert …

„Cami de Ronda“ ist spanisch und heißt „Rundweg“. Damit sind aber auch die katalanischen Küstenpfade der Costa Brava, der nördlichesten Küste von Spanien gemeint. Diese Küstenwege wurden im 19. Jahrhundert angelegt, um den Schmugglern das Handwerk zu legen. Die damals sehr einsame Küste mit versteckten Buchten und zerklüfteten Felsformationen bot sich zum Schmuggel geradezu an. Durch die Einrichtung dieser Pfade, die alle Anhöhen und auch die Buchten miteinander verbanden, versuchte die Polizei, die „Guardia Civil“, den Schmuggel zu unterbinden.

Von Portbou an der französischen Grenze bis nach Blanes schlängelt  sich der „Cami de Ronda“ an der Costa Brava entlang. Diese längste Küsten-Wanderroute am westlichen Mittelmeer ist mit keiner anderen Küstenregion zu vergleichen. Der Küstenweg hat etwa 220 Kilometer Gesamtlänge. Er führt über Berge und Täler und an vielen unvergleichbar beeindruckenden Landschaften und Ortschaften vorbei. Unberührte Natur mit einsamen Buchten und kleinen verträumten Dörfern zeigen sich dem Wanderer. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts hat auch hier leider der Bauboom nicht halt gemacht, so dass einige Abschnitte der Wege nicht mehr vorhanden oder  begehbar sind. Dennoch bietet der Küstenwanderweg „Camí de Ronda“ eine weitgehend unbekannte Seite der Costa Brava zum Wandern.