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Weitere Bieter sind willkommen Rennen um Opel weiter offen

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24.06.2009

Eine Skulptur von Adam Opel ist  vor dem Haupteingang des Opel-Werks in Rüsselsheim zu sehen. Das Rennen um Opel scheint nach wie vor offen. (AP Photo/Michael Probst, File)
Eine Skulptur von Adam Opel ist vor dem Haupteingang des Opel-Werks in Rüsselsheim zu sehen. Das Rennen um Opel scheint nach wie vor offen. (AP Photo/Michael Probst, File)

Frankfurt/Main – Das Rennen um Opel ist weiter offen. Eine Delegation des chinesischen Autobauers BAIC hat sich am Dienstag und Mittwoch in Rüsselsheim einen ersten Überblick über die Situation bei Opel verschafft, wie am Mittwoch aus Branchenkreisen verlautete. Zwischen der bisherigen Opel-Mutter General Motors, GM, und dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna existiert bisher nur eine Absichtserklärung über eine Übernahme von Opel.

„Dieses Memorandum of Understanding besitzt keine rechtliche Bindung“, sagte der Vorsitzende des Opel-Treuhänderbeirats, Fred Irwin, dem „Handelsblatt“. „Allen Interessenten stehen die gleichen Informationsrechte zu“, sagte er. Weitere Bieter seien willkommen, bekräftigte Irwin. Entschieden werden soll am Ende nicht nach politischen Gesichtspunkten. Auch dem Finanzinvestor Ripplewood wird weiterhin Interesse an Opel nachgesagt. Möglicherweise liefen sich noch andere Bieter warm, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise. Es gebe Signale, dass es im arabischen Raum doch Interesse an Opel gebe. Ein Opel-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren

Opel liegt derzeit zu 65 Prozent im Besitz der Treuhand-Gesellschaft, um das Unternehmen aus der Insolvenzmasse des GM-Konzerns herauszuhalten, der unter dem US-Insolvenzrecht Chapter 11 steht. GM bleibt mit 35 Prozent an Opel beteiligt. Magna möchte mit der russischen Sberbank 55 Prozent von der Treuhand übernehmen, zehn Prozent sollen an Händler und Mitarbeiter gehen.

GM strebt mindestens zwei Angebote für Opel an

Angestrebt würden von GM zumindest zwei ernsthafte Angebote, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise. Alle hätten die gleichen Rechte, Magna besitze lediglich einen zeitlichen Vorsprung. Eine verbindliche Frist, innerhalb derer die Verhandlungen abgeschlossen werden müssten, gebe es nicht. Magna strebe Beteiligten zufolge den Abschluss einer Vereinbarung in drei Wochen an.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte allerdings erst kürzlich betont, auch wenn es noch immer andere Kaufinteressenten gebe, sei Magna in einer privilegierten Bieterrolle. So habe nach seiner Einschätzung der Konzern einen deutlichen Vorsprung etwa gegenüber dem chinesischen Autobauer BAIC.

Magna gegen Rückkaufoption

Allerdings gibt es nach Medienberichten zwischen General Motors und Magna noch Streitpunkte. Demnach will GM in den aktuell laufenden Verhandlungen eine Rückkaufoption für Opel erhalten. Für Magna würde damit die Opel-Übernahme deutlich weniger attraktiv, da General Motors sich so die Früchte einer erfolgreichen Sanierung sichern könnte.

Wirtschaftlich lief es laut „Handelsblatt“ bei Opel bislang besser als gedacht, vor allem dank der deutschen Abwrackprämie. Wie das Blatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, konnte Opel ein Liquiditätspolster in niedriger einstelliger Millionenhöhe ansammeln. Allerdings scheint der Effekt der Abwrackprämie allmählich auszulaufen. Ein Opel-Sprecher bestätigte am Mittwoch einen Bericht des MDR, wonach es im Eisenacher Werk vom 25. bis 30. Juni und vom 13. bis 19. Juli Kurzarbeit geben soll. Die Kurzarbeit begründet Opel dem Sender zufolge damit, dass die Effekte der Abwrackprämie schon wieder am Auslaufen seien. (AP)

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