Göteborg – Bakterien vom Typ Escherichia coli sind ein normaler Bestandteil des menschlichen Verdauungstraktes. Bestimmte Stämme können jedoch Durchfall auslösen und unter Umständen sogar ernste Beschwerden wie etwa eine Bauchfellentzündung. Seit langem beobachten Mediziner mit Sorge, dass viele Kolibakterien Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Schwedische Forscher fanden nun resistente Bakterien sogar in den Ausscheidungen von Kindern, die niemals Antibiotika genommen hatten.
Die Mikrobiologen der Universität Göteborg analysierten nach Angaben des Schwedischen Forschungsrates die Fäkalien von 128 schwedischen Kindern. 21 Prozent der Koli-Stämme im Verdauungstrakt der Kinder waren gegen mindestens eine Art von Antibiotikum resistent. Laut den Forschungen bleiben resistente Bakterien noch lange im Verdauungstrakt, nachdem Antibiotika abgesetzt wurden. „Das ist ein wachsendes Problem und auch dann schwerwiegend, wenn gewöhnlich harmlose Bakterien Resistenzen entwickeln, da sie diese Gene auf gefährlichere Bakterien übertragen können“, erklärte der Mikrobiologe Nahid Karami. (AP)
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