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Riskante Reparatur an der «Discovery» geglückt

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03.08.2005

Astronaut Steve Robinson arbeitet hier an der Unterseite der US-Raumfähre «Discovery». (AP Photo/NASA TV)
Astronaut Steve Robinson arbeitet hier an der Unterseite der US-Raumfähre «Discovery». (AP Photo/NASA TV)

Houston - In einem riskanten Einsatz im All hat der Astronaut Stephen Robinson am Mittwoch zwei herabhängende Faserstreifen an der Unterseite der US-Raumfähre «Discovery» entfernt. Die beiden Streifen hätten sich leicht herausziehen lassen, sagte Robinson. Eine Säge, die an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) eigens für den Einsatz notdürftig zusammengebaut wurde, habe er nicht nutzen müssen. Die Arbeit, für die eigentlich eine Stunde angesetzt war, dauerte jeweils nur wenige Sekunden.

Weitere Faserstücke sehe er nicht, sagte er. «Ich nehme hier meine eigene Inspektion vor. Es ist ein schöner Orbitalbauch», erklärte er unter Anspielung auf die Unterseite des Shuttles. Die beispiellose Reparatur sollte dazu dienen, ein Desaster wie bei der «Columbia»-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren auszuschließen. Die Fasern füllen die Fugen zwischen den Hitzeschutzkacheln der Raumfähre aus. Einer der überstehenden Füllstreifen war 2,5 Zentimeter lang, der andere 1,5 Zentimeter. Der Schaden wurde am Wochenende entdeckt und löste die Sorge aus, dass sich das lose Material beim Wiedereintritt der «Discovery» in die Erdatmosphäre entzünden könnte.

«Steve, wir haben vier Jahre lang trainiert, die nächsten vier Jahre wirst du mit Autogrammeschreiben verbringen», sagte sein Kollege Soichi Noguchi, der ihn bei dem Einsatz begleitete. Vor der Reparatur montierte Robinson wie ursprünglich geplant gemeinsam mit Noguchi eine Werkzeughalterung an der Außenseite der ISS, an die das Shuttle angedockt ist. Diese Arbeit nahm etwa zwei Stunden in Anspruch. Nach dem gelungenen Entfernen der Faserstücke gratulierte die Bodenstation den Astronauten: «Ihr habt großartige Arbeit geleistet», hieß es in einem Funkspruch.

Das Shuttle soll noch bis Samstag an die ISS angedockt bleiben. Die Rückkehr zur Erde ist für Montag geplant. Es ist der erste Flug einer amerikanischen Raumfähre ins All seit dem Absturz der «Columbia» im Februar 2003. (AP)

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