Gesellschaft - Aktuelle Nachrichten – RITUALE & SYMBOLE – Ausdruck kosmischer Ordnung – Roland R. Ropers
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Aktuelle Nachrichten – Gesellschaft

Kolumne: Ropers neue Welt der Etymosophie RITUALE & SYMBOLE – Ausdruck kosmischer Ordnung

Roland R. Ropers

23.05.2012

Kerze als Symbol, entzündet im Ritual.   Foto: BirgitH. /pixelio.de
Kerze als Symbol, entzündet im Ritual.

Foto: BirgitH. /Pixelio

Die Etymosophie-Kolumne von Roland R. Ropers erscheint wöchentlich exklusiv in der EPOCH TIMES Deutschland.

Für gewöhnlich verstehen wir unter einem Ritual (lat.: ritus, engl.: rite) eine religiöse bzw. wiederkehrende Handlung, eine herkömmliche Weise. Das ursprüngliche Sanskrit-Wort Rita bedeutet: göttliche Ordnung, kosmisches Gesetz, höchste Wahrheit, die unmittelbar aus dem Urgrund entströmt und aus ihm heraus wirkt. Das Ritual darf daher nicht zu sehr auf ein äußerliches Faszinosum gerichtet sein, sondern muss in der Wahl bescheidenster Mittel den Raum für das Fließen der ständig präsenten und verfügbaren Ur-Energie öffnen. Ein Ritual ist kein manipulativer Akt, sondern der Türöffner zur leben-digen Ur-Quelle. Dynamisches Schweigen und Zulassen des Atem-Geschehens (Atma) bringen die kosmische Ordnung (Rita) zu voller Kraftentfaltung (Shakti).

Ein Symbol ist wörtlich von griech. symbolon: das Zusammengeworfene. Symbol ist kein Symptom, kein Zu- oder Unfall, sondern eine lebendig-augenblickliche Offenbarung, wo aus der Welt der Trennung, des Chaos (diabolon = Teufel) urplötzlich alles zu versöhnlicher Einheit, zur Erfahrung der mit Worten nicht aussprechbaren Wirklichkeit wird. Wer die diabolische Welt überwunden hat, erlebt im Symbol die Erlösung. Man muss sehr gut unterscheiden können, was überhaupt symbolhaften Charakter hat. Nicht jedes Bild und Hinweiszeichen sind ein Symbol.

Ein Mensch, der heutzutage in New York lebt, wird durchschnittlich von 20.000 unterschiedlichen Bildimpulsen pro Tag bombardiert. Von Symbol ist hier keine Rede mehr. Die bildhaften Eindrücke verwandeln sich hier in ein Horrorszenario. Und wer die Entbilderung (z.B. durch Kontemplation) nicht intensiv einübt, wird im Gefängnis eines Bilder-Dramas traumatisch, seelisch verwundet, enden.

Einweihungs-Riten und –Symbole haben nichts mit Magie zu tun, sondern bereiten den Boden für das Aufleuchten kosmischer Ordnung und Liebe.

Roland R. Ropers.
Roland R. Ropers.

Foto: Privat

Der Religionsphilosoph Roland R. Ropers ist Autor und Herausgeber etlicher Bücher:

Was unsere Welt im Innersten zusammenhält: Hans-Peter Dürr im Gespräch mit bedeutenden Vordenkern, Philosophen und Wissenschaftlern von Roland R. Ropers und Thomas Arzt; 2012 im Scorpio Verlag

Eine Welt - Eine Menschheit - Eine Religion von Bede Griffiths und Roland R. Ropers

Gott, Mensch und Welt. Die Drei-Einheit der Wirklichkeit von Raimon Panikkar und Roland R. Ropers

Die Hochzeit von Ost und West: Hoffnung für die Menschheit von Bede Griffiths und Roland R. Ropers

Geburtsstunde des neuen Menschen. Hugo Makibi Enomiya-Lassalle zum 100. Geburtstag von Roland R. Ropers

 

 

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