Aktuelle Nachrichten Europa – Roche unterstützt arme Länder bei Produktion von Aids-Medikamenten – DAPD
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Roche unterstützt arme Länder bei Produktion von Aids-Medikamenten

DAPD

09.01.2008

Basel – Der Basler Pharmakonzern Roche hat seine Unterstützung für die ärmsten Ländern der Welt im Kampf gegen Aids ausgeweitet. Vier weitere Hersteller in Bangladesch, Kenia, Tansania und Simbabwe erhalten unentgeltlich das technische Know-how zur Produktion eines Anti-HIV-Generikums, wie Roche am Mittwoch mitteilte.

Die vier neuen Vereinbarungen unterstreichen den anhaltenden Beitrag des Technologietransferprogrammes zur Stärkung und zum Ausbau der lokalen Produktionskapazitäten für HIV-Medikamente in ressourcenarmen Ländern, wird William Burns, Chef der Division Pharma, zitiert. Seit Beginn des Programms vor zwei Jahren hat Roche bereits mit neun Unternehmen in Afrika südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt solche Vereinbarungen über Technologietransfers abgeschlossen. Insgesamt haben 35 Hersteller aus 15 in Frage kommenden Ländern ihr Interesse am Programm bekundet. Roche will mit jedem Gesuchsteller Gespräche führen, um die Produktionsmöglichkeiten zu beurteilen.

Zusätzlich zu den vier neuen Vereinbarungen wurde das Technologietransferprogramm durch Schulungsseminare für lokale Hersteller erweitert. Die Seminare konzentrieren sich auf die Entwicklung verbesserter Herstellungsprozesse und bieten ein Forum für Roche, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. Dadurch könnten lokale Hersteller ihre Produktionsfähigkeit verbessern und ihre Know-how in der Arzneimittelproduktion erweitern, auch über die Herstellung von HIV-Medikamenten hinaus. Dank den Technologietransfers seien die Unternehmen in der Lage, das Roche-Medikament Saquinavir herzustellen, um den Bedarf in allen afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in den gemäss UN-Definition am wenigsten entwickelten Ländern zu decken, da Roche in diesen Ländern keine Patente auf antiretrovirale Medikamente anmeldet. (AP)

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