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Weltforum für Nachhaltigkeit Rohstoffwende wird von Bergbau-Universitäten fokussiert

DAPD

12.06.2012

Die Bergbau-Universitäten wollen künftig gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, ihre Ausbildungspläne angleichen und neue Studiengänge zu nachhaltigen Rohstoffprozessen entwickeln. Foto: Frank Augstein/AP Photo
Die Bergbau-Universitäten wollen künftig gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, ihre Ausbildungspläne angleichen und neue Studiengänge zu nachhaltigen Rohstoffprozessen entwickeln.

Foto: Frank Augstein/AP Photo

Dresden – Dutzende Bergbau-Universitäten weltweit wollen ein neues Rohstoff-Bewusstsein schaffen. Eine entsprechende Deklaration zur Gründung eines Weltforums für Nachhaltigkeit haben am Montagabend Vertreter von 58 Universitäten aus 39 Ländern an der TU Bergakademie Freiberg unterzeichnet, wie Rektor Bernd Meyer am Dienstag in Dresden sagte. Die TU Freiburg hatte zusammen mit der Bergbau-Universität in St. Petersburg in Russland die Initiative der Gründung ergriffen.

Meyer sagte, der rasant ansteigende Bedarf an Rohstoffen erreiche neue Dimensionen der Beeinträchtigungen von Umwelt, Gesellschaft und globaler Wirtschaft. "Wichtig ist, dass wir junge Menschen zu einem Rohstoffbewusstsein erziehen, sodass Umweltsünden und Auswirkungen nicht mehr in diesem Maß stattfinden müssen."

Die Universitäten wollen daher künftig gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, ihre Ausbildungspläne angleichen und neue Studiengänge zu nachhaltigen Rohstoffprozessen entwickeln. Neben technischen Studiengängen sollen auch Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften mit einbezogen werden.

Weniger Bergbau, mehr Recycling

Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen bedeute Effizienz, Ersatz, Vermeidung und Recycling, sagte Meyer. In Zukunft werde es weniger Bergbau, dafür aber mehr Wiederverwendung durch den Einsatz neuer Energien geben. "Wir sehen am Horizont eine vollständige Rückführung aller Wertstoffe im Kreislauf durch erneuerbare Energien."

Durch ihre Ausbildung wollen die Universitäten auch in der Gesellschaft für ein neues Rohstoffbewusstsein sorgen. Der Prorektor der Norwegian University of Science and Technologie in Trondheim, Johan Hustad, bekräftigte dabei die Rolle der Universitäten. Der Beginn von gesellschaftlichen Änderungen sei immer die Bildung, sagte er. Die Studenten von heute seien die Entscheider von morgen. Sie würden ihre neuen Erfahrungen und ihr Wissen in die Industrie einbringen und Gegebenes hinterfragen.

Die Geschäftsstelle des neuen Weltforums soll in den Räumen der TU Bergbau-Akademie Freiberg ihren Sitz habe und das nächste Treffen der Bergbau-Universitäten ist 2013 in St. Petersburg geplant.

(dapd)

 

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