Aktuelle Nachrichten – Sport
09.04.2012
London – Der Ruderklassiker zwischen den Teams der beiden britischen Universitäten Oxford und Cambridge hat in diesem Jahr einen dramatischen Verlauf genommen. Zuerst musste das Rennen wegen eines Schwimmers kurz vor dem Ziel unterbrochen worden. Nach dem Neustart brach dann das Ruder des Deutschen Hanno Wienhausen vom Team Oxford, als die beiden Rudermannschaften zusammenstießen. Cambridge gewann so das 158. Rennen seiner Art mit großem Vorsprung.
Rund vier Minuten von der Ziellinie tauchte ein Mann im Neoprenanzug vor den Ruderern in der Themse auf und schwamm zwischen den beiden Booten. Der Schiedsrichter brach das Rennen ab. Es wurde nach rund halbstündiger Verzögerung auf etwa der Hälfte der 6,8 Kilometer langen Strecke neu gestartet. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Oxford noch leicht vorn. Nach eigenen Angaben protestierte der später festgenommene Mann gegen Eliten und Privilegien. Er wurde wegen Störung der öffentlichen Ordnung angezeigt.
In weniger als vier Monaten beginnen in London die Olympischen Spiele. Der Vorsitzende des Britischen Olympischen Komitees, Colin Moynihan, sagte am Sonntag, er rechne nicht mit gut organisierten Protesten. "Es bedarf lediglich eines Idioten – und es ist wahrscheinlich, dass es nur einer ist", sagte Moynihan. Während der Spiele werden viele Wettkämpfe im öffentlichen Raum ausgetragen, wie etwa Radrennen, Marathon oder Schwimmwettkämpfe.
(dapd)
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