Politik und Konjunktur – Russlands Superreiche müssen Superverluste einstecken – Catrina Stewart
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Aktuelle Nachrichten – Politik und Konjunktur

Milliarden-Verluste Russlands Superreiche müssen Superverluste einstecken

Catrina Stewart

16.02.2009

Moskau – In Krisenzeiten haben es auch die Superreichen nicht leicht. So verloren in Russland die zehn reichsten Bürger im vergangenen Jahr rund zwei Drittel ihres Vermögens, wie das Magazin „Finans“ am Montag berichtete. Kleiner Trost: Es bleiben für jeden immer noch ein paar Milliarden übrig. Der wohl bekannteste russische Finanzmagnat Roman Abramovich, Eigentümer von Michael Ballacks Fußballclub Chelsea London, verlor laut Liste im vergangenen Jahr fast neun Milliarden Dollar und besitzt nun noch 13,9 Milliarden. Damit behauptet er sich auf Platz zwei.

Die neue Nummer eins auf der Liste der superreichen Russen ist der Metall- und Bankenindustrielle Michail Prochorow. Der Playboy verlor zwar ebenfalls gewaltig – es waren gut sechs Milliarden Dollar – doch konnte er mit dem keineswegs bescheidenen Rest von 14,1 Milliarden Dollar Abramovich und die anderen Mitglieder im Club der Milliardäre hinter sich lassen.

Der russische Aktienmarkt hat im vergangenen Jahr rund 70 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die Landeswährung Rubel verlor 30 Prozent. Aggressive außenpolitische Töne und sich verschlechternde Grundsätze zur Unternehmensführung haben viele ausländische Investoren verschreckt. Zudem haben die rapide gesunkenen Öl- und Metallpreise gezeigt, dass der acht Jahre dauernde, vom Rohölreichtum geförderte Boom der russischen Wirtschaft auf tönernen Füßen steht. (AP)

 

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