Foto: apn Photo/Jens Schlueter
Dresden (apn) Sachsen stockt die Hilfen für Betroffene der jüngsten Hochwasserkatastrophe auf. Land, Landkreise und Kommunen stellen insgesamt weitere fünf Millionen Euro zur Verfügung, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Dresden mitteilte. Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) erklärte, die Soforthilfepauschale sei für Fälle echter Not gedacht. Sie soll direkt von Landkreisen und Gemeinden vor Ort an die Betroffenen gezahlt werden.
Über die Auszahlung entscheidet im Einzelfall ein Gremium, dem unter anderem Vertreter aus den Kommunen, dem Kreis sowie von Wohlfahrtsorganisationen angehören. Sachsen hatte bereits zuvor angekündigt, dass es für Privatleute, Kommunen und Unternehmen zinsverbilligte Darlehen im Volumen von 100 Millionen Euro geben soll. Tillich betonte, es sei nun ein Gesamthilfspaket geschnürt worden, das niemanden in seiner Not im Stich lasse. Es gehe jetzt darum, sich auf den Wiederaufbau zu konzentrieren.
Unterdessen entspannte sich die Hochwassersituation nach der zweiten Flutwelle allmählich. Die Pegelstände stagnieren oder fallen, wie Karin Bernhardt vom Landeshochwasserzentrum der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Vereinzelt gelte noch Alarmstufe 2. „Insgesamt hat sich die Lage aber in allen Flussgebieten deutlich entspannt.“ Richtig Ruhe werde man aber erst Ende der Woche haben, wenn die Regenfälle nachließen.
Unwetterartige Regengüsse hatten Anfang der Woche vielerorts im Freistaat erneut zu Überschwemmungen geführt. Gut eine Woche zuvor hatten Starkregen und ein Staudammbruch in Polen eine erste Flutwelle ausgelöst. Bei der schwersten Naturkatastrophe in Sachsen seit dem Jahrhunderthochwasser 2002 entstanden Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Besonders betroffen war das Flussgebiet der Neiße in Ostsachsen. (AP)
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