Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
07.03.2008
Ulm – Saisonales Asthma, das nur zu bestimmten Jahreszeiten schubweise auftritt, muss auch in den beschwerdefreien Phasen weiter behandelt werden. Denn auch dann seien schwere Entzündungen in den Atemwegen nachzuweisen, erklärt Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbands der Pneumologen in Ulm.
Saisonales Asthma wird durch Allergieauslöser wie Pollen oder Hausstaubmilben hervorgerufen. Obwohl solche asthmatischen Beschwerden meist bereits nach wenigen Stunden wieder abklingen, kommt es nach Angaben des Lungenarztes erst vier bis sechs Tage später zu einem Höhepunkt der Entzündungsprozesse, die dann unbemerkt über Wochen hinweg anhalten.
Da zu diesem Zeitpunkt die Krankheitsanzeichen wieder verschwunden seien, meinten die Patienten fälschlicherweise, sie hätten den Krankheitsschub längst überwunden. Die eigentliche Entzündung wirke aber unterschwellig weiter und könne ohne systematische Behandlung die Atemwege auf Dauer verändern und nachhaltig schädigen. „Daher ist es wichtig, so früh wie möglich und regelmäßig gegen die zugrunde liegende Entzündung vorzugehen“, betont Barczok.
Denn nur wer sein Asthma gut unter Kontrolle habe, könne eine Verschlimmerung der Krankheit verhindern. Nach Angaben des Experten wenden rund 75 Prozent der Asthmatiker entzündungshemmende Medikamente aber gar nicht oder zumindest nicht kontinuierlich an. „Gegen die Entzündung helfen sogenannte inhalative Corticosteroide, die regelmäßig – das heißt täglich und dauerhaft – eingenommen werden müssen“, sagt Barczok. Noch schneller in den Griff bekomme der Patient sein Asthma mit sogenannten Kombinationspräparaten, die den Entzündungshemmer mit einem bronchialerweiternden Wirkstoff kombinierten.
http://www.lungenaerzte-im-netz.de (AP)
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