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Sandkatzen

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12.05.2008

Zwei Sandkatzenbabies kamen im Zoo Amneville, im Osten Frankreichs, zur Welt. (Johanna Leguerre/AFP/Getty Images)
Zwei Sandkatzenbabies kamen im Zoo Amneville, im Osten Frankreichs, zur Welt. (Johanna Leguerre/AFP/Getty Images)

Die Sandkatze zählt zu den kleinsten Wildkatzenarten. Vorkommen von Unterarten der Sandkatze haben ihre Lebensräume in der Sahara, Arabien, Zentral-Asien, Iran und Pakistan. Die Sandkatze, auch Wüstenkatze genannt, ist hervorragend an die extremen Lebensbedingungen angepasst.

Sie hat ein dichtes, halblanges Fell von blass gelber bis grauer Farbe mit dunklen Querstreifen an den Beinen und einem geringelten Schwanz. Dieses Fell isoliert sie gut gegen die extreme Kälte der Wüstennächte. Ein dichtes schwarzes Fell an den Ballen schützt vor Verbrennungen beim Laufen auf den heißen Wüstenoberflächen und gibt zusätzlichen Halt auf dem weichen, nachgebenden Sand und Schnee. Da sie kaum Spuren hinterlassen, ihre Exkremente vergraben und aufgrund ihrer Fellfarbe gut getarnt sind, sind sie nur selten zu beobachten. Die Sandkatze lebt in selbstgegrabenen oder erweiterten Sandbauen weit ab von Wasserquellen. Sie trinken kein Wasser, da sie den Flüssigkeitsbedarf durch den Verzehr ihrer Beute decken. Sandkatzen sind als nachtaktive Jäger unterwegs. Mit ihren großen dreieckigen Ohren können sie schon leiseste Geräusche orten.

Tagsüber, bei den heißen Temperaturen, schlafen sie unter der rauen, strauchigen Vegetation oder in flachen Senken im Sand. Sandkatzen bringen bei einem Wurf meist 2-4 Jungtiere zur Welt. Nach 3-4 Monaten sind ihre Nachkömmlinge bereits selbstständig. Da Sandkatzen Einzelgänger sind, haben sie einen sehr lauten Paarungsruf entwickelt, der an das Bellen eines kleinen Hundes erinnert. (cg)

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