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13 Tage bis zur Stichwahl Sarkozy und Hollande legen ihre Strategie fest

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23.04.2012

Umfragen sehen Hollande bei den Wahlen in Frankreich zwischen drei und fünf Prozentpunkte vor Amtsinhaber Sarkozy.Foto: Patrick Photo /Getty Images
Umfragen sehen Hollande bei den Wahlen in Frankreich zwischen drei und fünf Prozentpunkte vor Amtsinhaber Sarkozy.

Foto: Patrick Photo /Getty Images

Paris – Die Kandidaten für die Stichwahl um das französische Präsidentenamt, Nicolas Sarkozy und Francoise Hollande; haben am Montag ihren Fahrplan für die kommenden zwei Wochen festgelegt: Der in der ersten Runde unterlegene Amtsinhaber Nicolas Sarkozy will am 1. Mai eine große Versammlung "für die ehrliche Arbeit" veranstalten. Außerdem fordert der konservative Präsident drei Rededuelle im Fernsehen zwischen ihm und dem sozialistischen Favoriten François Hollande ein.

Hollande hat dies abgelehnt. Hollande und sein Wahlkampf-Team riefen am Montag dazu auf, einen "versöhnlichen Wahlkampf" zu führen und die Franzosen "aus allen Lagern" zusammenzuführen. Der Sozialist Hollande, der bei der ersten Runde am Sonntag gut 1,5 Prozentpunkte vor Sarkozy lag, plant täglich mehrere Auftritte in ganz Frankreich. Auch am 1. Mai wird Hollande eine Kundgebung abhalten: Es ist der traditionelle linke Feiertag der Arbeit. Sowohl Hollande als auch Sarkozy müssen nun bis zum 6. Mai die Anhänger der acht ausgeschiedenen Kandidaten überzeugen. Sie hatten zusammen knapp 50 Prozent der Stimmen erreicht.

Besonders das mit 17,9 Prozent überraschend gute Abschneiden der rechtsextremen Front National rief bei den Kontrahenten heftige Reaktionen hervor. "Nicolas Sarkozy hat mit seiner verfehlten Regierung diese Wut-Wahl provoziert", sagte Hollande. Sarkozy hingegen umgarnte die FN-Wähler mit der Aussage, sie seien von der internationalen Wirtschaftskrise betroffen, und dafür habe er "großes Verständnis".

Wohl keine Wahlempfehlung von Le Pen

Anders als Hollande will Sarkozy offensiv um die mit knapp 18 Prozent überraschend zahlreichen Wähler der Front National buhlen. "Ich respektiere und verstehe sie", sagte er am Montagmorgen vor seiner Wahlkampfzentrale. "Diese Wähler leiden unter der Krise. Ich habe ihre Botschaft verstanden", sagte Sarkozy. Marine Le Pen hingegen wird voraussichtlich keine Wahlempfehlung abgeben und sich als "völlig unabhängige Kandidatin" präsentieren. Sie will ebenfalls am 1. Mai eine Kundgebung abhalten. Nach Meinung französischer Politikwissenschaftler könnte sie ihre Anhänger sogar dazu aufrufen, sich bei der Stichwahl zu enthalten.

Als Erstplatzierter der ersten Runde hat Hollande für die Stichwahl am 6. Mai klar die Nase vorne. Umfragen sehen Hollande bei den Wahlen in Frankreich zwischen drei und fünf Prozentpunkte vor Amtsinhaber Sarkozy.

(dapd)

 

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