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Schäuble fordert repräsentative Organisation der Muslime

DAPD

02.05.2007

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, sitzend, vor Beginn der 2. Islamkonferenz in Berlin mit Muhammad Bahadin, links,  Bekir Alboga, zweiter von links, Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender Zentralrats der Muslime in Deutschland, dritter von links,  und Ali Ertan Topran, rechts, Generalsekretaer der Alevitischen Gemeinde Deutschlands. (AP Photo/Fritz Reiss)
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, sitzend, vor Beginn der 2. Islamkonferenz in Berlin mit Muhammad Bahadin, links, Bekir Alboga, zweiter von links, Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender Zentralrats der Muslime in Deutschland, dritter von links, und Ali Ertan Topran, rechts, Generalsekretaer der Alevitischen Gemeinde Deutschlands. (AP Photo/Fritz Reiss)

Berlin – Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat die Muslime in Deutschland aufgefordert, sich ähnlich wie die die christlichen Religionsgemeinschaften zu organisieren. „Wenn sie ähnliche Rechte haben wollen wie die Kirchen in Deutschland, dann müssen sie nach unserem Verfassungsrecht sich auch organisieren“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch vor der zweiten Sitzung der Islam-Konferenz im Bayerischen Rundfunk.

Dem im März gegründeten Koordinierungsrat der Muslime, in dem sich vier große Verbände zusammengeschlossen haben, sprach Schäuble einen Alleinvertretungsanspruch für die islamische Gemeinschaft in Deutschland ab. „Die vertreten etwa zehn Prozent der in Deutschland lebenden Muslime, und deswegen ist klar, sie sprechen nicht für alle, sondern für ihre Mitglieder.“

Schäuble eröffnete am Montag die zweite Sitzung der Deutschen Islam-Konferenz. Mit dem Dialogprozess, der auf zwei bis drei Jahre angelegt ist, verfolgt er das Ziel einer verbesserten religions- und gesellschaftspolitischen Integration der muslimischen Bevölkerung. „Wie notwendig der Dialog ist und wie fruchtbar er sein kann, haben gerade die letzten Monate deutlich werden lassen“, erklärte Schäuble. „Ohne Zweifel ist das Signal unserer konstituierenden Sitzung, die Muslime in Deutschland willkommen zu heißen, nicht ohne Wirkung geblieben.“

Die Islam-Konferenz hat 30 Mitglieder: 15 Vertreter der Muslime und 15 Vertreter des deutschen Staates. Die erste Sitzung fand am 27. September 2006 in Berlin statt. Damals wurden drei Arbeitsgruppen eingesetzt. Erste konkrete Ergebnisse soll es noch in diesem Jahr geben. Schäuble rief zur Geduld auf. „Wir befinden uns am Anfang eines steinigen Weges“, erklärte er. „Die ersten Schritte sind nun gemacht.“

Böhmer fordert Anerkennung der Gleichberechtigung

Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer forderte die Muslime in Deutschland auf, die Gleichberechtigung von Mann und Frau anzuerkennen. „Es gibt Werte, die sind nicht verhandelbar“, sagte die CDU-Politikerin dem Sender n-tv. „Dazu gehört die Gleichberechtigung der Frau. Sie gilt in unserem Land.“ Auch gleiche Bildungschancen für Mädchen seien wichtig.

http://www.bmi.bund.de/ (AP)

 

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