Aktuelle Nachrichten – International
25.09.2007
Washington – Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will im Kampf gegen den Terror die Zusammenarbeit mit den USA ausbauen. Zu entsprechenden Beratungen traf Schäuble am Montag mit US-Heimatschutzminister Michael Chertoff in Washington zusammen. Die Festnahme dreier Terrorverdächtiger im Sauerland vor wenigen Wochen sei bereits das Ergebnis enger und vertrauensvoller Kooperation gewesen, erklärte Schäuble auf einer Pressekonferenz.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand nach Angaben beider Minister ein verbesserter Austausch von Daten. Um Anschläge zu verhindern, müsse man so flink wie die Terroristen sein, sagte Chertoff. Man suche nach Möglichkeiten, Verdächtige besser zu beobachten und Informationen von Behörden weiterzugeben. Dabei gehe es um „eine sehr kleine Menge an Information“, erklärte der US-Minister: „Biografische Information, Name, Geburtsdatum oder Fingerabdrücke.“
Schäuble erklärte später in einer Rede im German Marshall Center, beim Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus seien Geheimdienstinformationen das wichtigste Werkzeug. Westliche Länder müssten in diesem Kampf neue Wege finden, um Sicherheit und Datenschutz unter einen Hut zu bekommen, forderte der Minister. Datenschutz dürfe einen Staat nicht blind machen, und Datenschutz erfordere nicht, dass der Staat wegsehe, wenn schwere Verbrechen vorbereitet würden.
Die im Sauerland festgenommenen Verdächtigen waren laut Staatsanwaltschaft in Terrorcamps in Pakistan ausgebildet worden und hatten Anschläge auf US-Ziele in Deutschland geplant. (AP)
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