Aktuelle Nachrichten – Sport
25.05.2012
Foto: AP Photo/Michael Probst
Budapest – Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland, hat harsche Kritik an FIFA-Präsident Joseph Blatter und dem ehemaligen DFB-Vorsitzenden Theo Zwanziger geübt. Die von Blatter auf dem FIFA-Kongress in Budapest versprochene "Anpassung an die Moderne" des Fußball-Weltverbandes stellte Schenk insofern infrage, als die "Moderne von Blatter etliche Jahre zurückliegt", wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd sagte. Gerade im Umgang mit der eigenen Vergangenheit sei bei der FIFA "viel Heuchelei im Spiel", sagte Schenk weiter.
Theo Zwanziger warf die 59-Jährige vor, die erarbeiteten Inhalte nicht ausreichend zu kommunizieren. Zudem würde Zwanziger bei der Vergangenheitsaufarbeitung immer nur die WM-Vergabe an Katar ansprechen, andere Dinge aber, wie die Vergaben an Russland oder auch 2006 an Deutschland ausblenden. "Zwanziger zeigt mit dem Finger nur auf andere, man muss auch bereit sein, vor der eigenen Haustüre zu kehren", erklärte Schenk. (dapd)
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