Forschung - Aktuelle Nachrichten und Erkenntnisse – Schnellster Computer Europas geht in Jülich an den Start – DAPD
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Supercomputer mit Wasserkühlung Schnellster Computer Europas geht in Jülich an den Start

DAPD

26.05.2009

Blick auf den zum Petakomplex (Petaflops Rechenleistung) ausgebauten Supercomputer "Jugene" im Forschungszentrum in Juelich.  (AP Photo/Hermann J. Knippertz)
Blick auf den zum Petakomplex (Petaflops Rechenleistung) ausgebauten Supercomputer "Jugene" im Forschungszentrum in Juelich. (AP Photo/Hermann J. Knippertz)

Jülich – Der schnellste Computer Europas ist im Forschungszentrum Jülich an den Start gegangen. Mit rund einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde zähle „Jugene“ zu den absoluten Höchstleistungscomputern, sagte Zentrums-Direktor Thomas Lippert am Dienstag. Zusammen mit zwei weiteren Superrechnern soll er Forschern aller Fachrichtungen helfen, komplexen naturwissenschaftlichen Zusammenhängen auf die Spur zu kommen.

Erforscht wird beispielsweise, wie sich das Klima wandelt, neue Halbleiter funktionieren oder sich Schadstoffe in Boden und Grundwasser ausbreiten. Zusammen mit den beiden anderen Supercomputern in Jülich hat „Jugene“ Zugriff auf rund sechs Petabyte Festplattenspeicher. Dies entspricht dem Speicherplatz von mehr als einer Million DVDs. Die rund 72.000 Prozessoren des neuen Höchstleistungsrechners finden in 72 wassergekühlten Schränken Platz. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf rund 144 Terrabyte.

In der weltweiten Rangliste zählt „Jugene“ laut Hersteller IBM nach jetzigem Stand zu den fünf schnellsten Systemen. Um annähernd an die Leistung von „Jugene“ heranzukommen, müssten eine Milliarde Menschen pro Sekunde jeweils eine Million Berechnungen mit dem Taschenrechner durchführen, erklärte das IT-Unternehmen.

„Mit der Anschaffung von Jugene belegt Deutschland seinen Führungsanspruch im Supercomputing“, sagte Forschungsministerin Annette Schavan anlässlich der Einweihung des Superrechners am Dienstag. Die drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Stuttgart, Garching und Jülich stimmten sich innerhalb Deutschlands ab, um wissenschaftlichen Anwendern durch Hardware, Software und Support ein optimales Forschungsumfeld zu bieten. Finanziert wurde „Jugene“ den Angaben zufolge von Bund und Land.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers forderte, der Forschungs- und Technologiestandort Nordrhein-Westfalen müsse weiter ausgebaut werden. Ziel sei es, das einstige Kohleland in einen international anerkannten Hochtechnologie-Standort zu verwandeln, sagte der CDU-Politiker. (AP)

 

 

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