Medizin – Schon zehn Ambrosia-Pollenkörner können Heuschnupfen auslösen – DAPD
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Allergie Schon zehn Ambrosia-Pollenkörner können Heuschnupfen auslösen

DAPD

23.08.2008

Christian Bohren, Forscher der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope und Ambrosia-Spezialist mit einer Ambrosia-Pflanze.  (AP Photo/Keystone, Eddy Risch)
Christian Bohren, Forscher der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope und Ambrosia-Spezialist mit einer Ambrosia-Pflanze. (AP Photo/Keystone, Eddy Risch)
Eine Ambrosia artemisiifolia (Beifussblättriges Traubenkraut, Aufrechte Ambrosie) im Botanischen Garten von Zürich 2005. Die aus Nordamerika eingewanderte Pflanze lehrt Allergiker das Fürchten: Die äußerst aggressiven Pollen der Beifuss-Ambrosie köennen Heuschnupfen und Asthma auslösen. Wer die Pflanze berührt, kann außerdem einen Hautausschlag bekommen. Im Zuge der Globalisierung hat das Gewächs, das in Australien schlicht "asthma plant" (Asthma-Pflanze) heißt, in Europa Fuß gefasst. (AP Photo/Keystone, Gaetan Bally)
Eine Ambrosia artemisiifolia (Beifussblättriges Traubenkraut, Aufrechte Ambrosie) im Botanischen Garten von Zürich 2005. Die aus Nordamerika eingewanderte Pflanze lehrt Allergiker das Fürchten: Die äußerst aggressiven Pollen der Beifuss-Ambrosie köennen Heuschnupfen und Asthma auslösen. Wer die Pflanze berührt, kann außerdem einen Hautausschlag bekommen. Im Zuge der Globalisierung hat das Gewächs, das in Australien schlicht "asthma plant" (Asthma-Pflanze) heißt, in Europa Fuß gefasst. (AP Photo/Keystone, Gaetan Bally)
Beifüßiges Traubenkraut - Ragweed - Ambrosia    (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)
Beifüßiges Traubenkraut - Ragweed - Ambrosia (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)

Frankfurt/Main – Bereits zehn Pollenkörner des Traubenkrauts Ambrosia in einem Kubikmeter Luft reichen aus, um bei Allergikern eine Heuschnupfen-Attacke auszulösen. „Problematisch an den Pollen des Traubenkrauts, das äußerlich Beifuß-Gewächsen ähnelt, ist, dass sie sehr klein sind und daher bis tief in die Bronchien gelangen können“, warnt Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbandes der Pneumologen. Die hochallergene beifußblättrige Ambrosia hat sich mittlerweile in ganz Deutschland ausgebreitet.

Die Pollen können bis zu 100 Kilometer weit fliegen, wobei eine Pflanze allein bis zu eine Milliarde Pollen ausstoßen kann. Laut Barczok kann die Pflanze auch Menschen allergisch machen, die bisher noch gar nichts mit Allergien zu tun hatten. Etwa 80 Prozent aller Patienten mit Pollenallergie seien bereits auf Ambrosia sensibilisiert. Die Pneumologen raten daher dringend, den eigenen Garten auf mögliche Ambrosia-Bestände zu überprüfen und die Pflanzen mitsamt Wurzeln zu entfernen.

Beim Entfernen des Traubenkrauts sollten Handschuhe getragen werden, empfehlen die Lungenärzte. Körperkontakt solle unbedingt vermieden werden. Gerade in der Blütezeit von August bis Dezember sei ein zusätzlicher Mundschutz ratsam. Entsorgt werden sollten die Pflanzen in einem geschlossenen Beutel im Hausmüll – und auf gar keinen Fall im Kompost oder in der Biotonne.

http://www.lungenaerzte-im-netz.de (AP)

 

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