Mainz - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Forderung des BDI nach einer Abkehr vom Klima-Protokoll von Kyoto als unsinnig zurückgewiesen.
Schröder sagte am Mittwoch in Mainz, er könne sich über solche Vorschläge nur wundern, die in ihrer Simpelheit nicht nachvollziehbar seien. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge, auf die in Kyoto festgeschriebenen Höchstmengen für den Ausstoß von CO2 zu verzichten und stattdessen auf die Förderung von klimafreundlichen Technologien zu setzen. Schröder sagte: "Natürlich werden wir auf moderne Technologien setzen, aber ergänzend zu dem, was wir in Kyoto vereinbart haben."
Das müsse auch für die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 gelten, ergänzte der Kanzler. In Kyoto hatten sich die Industriestaaten verpflichtet, den Ausstoß klimaschädlicher CO2-Emissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. (Reuters)
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