Berlin - Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat sich entschieden, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen um eine Beschäftigungssicherung bei der Bahn-Privatisierung als Schlichter einzugreifen. Das erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, am Dienstag unmittelbar vor Beginn der entscheidenden Verhandlungsrunde in Berlin.
Für den Fall, dass am Nachmittag das Scheitern erklärt werden sollte, sah Hansen trotz des unmittelbar anschließenden Schlichtungsverfahrens ein Arbeitskampfrisiko. Auch dessen Ergebnis müsse erst von allen Parteien akzeptiert werden. Der Schlichter sei dann mit in der Verantwortung, dass der Prozess der Privatisierung nicht ins Stocken gerate.
Das Risiko des Arbeitskampfes wachse, «falls die Politik mit weiteren Tricks versuchen sollte, den Privatisierungsprozess zu stören», meinte Hansen.
Bahn und Gewerkschaften verhandeln seit zwei Monaten ergebnislos über eine Beschäftigungsgarantie für den Fall, dass der Bundestag die Loslösung des Schienennetzes aus dem Bahn-Konzern beschließt.
(AP)
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