Miami – Mit verstärktem Druck auf Washington sollen sich die US-Staaten nach dem Willen des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger für einen besseren Klimaschutz einsetzen. Das Thema dürfe nicht politisch instrumentalisiert werden und müsse auch von Konservativen aufgegriffen werden, sagte er. Schwarzenegger äußerte sich vor 600 Zuhörern auf einer Klimakonferenz in Miami, die der Gouverneur von Florida, Charlie Crist, einberufen hatte. Bei dem Treffen wurden Strategien zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen erörtert.
Zum Abschluss der zweitägigen Konferenz am Freitag unterzeichnete Crist Vereinbarungen mit Deutschland und Großbritannien über eine Zusammenarbeit beim Klimaschutz, etwa beim Technologie- und Informationsaustausch. Außerdem unterzeichnete er Erlässe, mit denen staatliche Behörden zum Energiesparen und Stromkonzerne zur verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien angewiesen werden.
Schwarzenegger erklärte, es gebe keinen demokratischen und keinen republikanischen Planeten Erde. „Es gibt nur einen Planeten Erde, und wir alle haben die Verantwortung, für ihn zu sorgen“, sagte Schwarzenegger. Schwarzenegger ist Republikaner und damit Parteifreund von US-Präsident George W. Bush, der Auflagen zum Klimaschutz in der Vergangenheit aus wirtschaftlichen Gründen ablehnend gegenüberstand.
Kalifornien übernahm unter Schwarzeneggers Führung in den USA eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz. Inzwischen haben neben dem Westküstenstaat auch New Jersey, Hawaii und die Stadt New York eigene Klimaschutzgesetze erlassen.
Schwarzenegger erklärte, wer sage, Umweltschutz sei schlecht für die Wirtschaft, liege falsch. „Wir werden keine Wirtschaft mehr haben, wenn wir unsere Umwelt zerstören.“ Wirtschaft und Umweltschutz könnten vielmehr Hand in Hand gehen. „Wir müssen den Treibhausgasen 'Hasta la vista, baby' sagen“, erklärte er in Anspielung auf eine Redewendung aus seiner Zeit als „Terminator“-Darsteller. (AP)
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