Aktuelle Nachrichten Europa – Schweizer Seidenproduktion soll wiederbelebt werden – DAPD
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Swiss Silk hat Tradition Schweizer Seidenproduktion soll wiederbelebt werden

DAPD

13.06.2009

Futter für die Seidenraupen, allerdings nur die grünen Blätter des Weißen Maulbeerbaumes (Morus alba). Seine Früchte erinnern an Brombeeren. Die Aufnahme stammt von Wikimedia User Haplochromis aus Thasos in Griechenland. (Photo: Wikimedia Commons)
Futter für die Seidenraupen, allerdings nur die grünen Blätter des Weißen Maulbeerbaumes (Morus alba). Seine Früchte erinnern an Brombeeren. Die Aufnahme stammt von Wikimedia User Haplochromis aus Thasos in Griechenland. (Photo: Wikimedia Commons)

Worb – Die Produktion von Seide in der Schweiz soll wiederbelebt werden. Zu diesem Zweck ist am Samstag in Worb im Kanton Bern die Vereinigung Schweizer Seidenproduzenten swiss silk gegründet worden, wie die Vereinigung mitteilte. Ein Pilotprojekt soll zeigen, ob es technisch möglich ist, heute Seide in der Schweiz zu produzieren. Gleichzeitig sollen die Erfahrungen zeigen, unter welchen Bedingungen die Produktion wirtschaftlich betrieben werden kann. Der Vereinigung schwebt vor, dass sich Schweizer Bauern dereinst als Produzenten der Futterpflanze für Seidenraupen, dem Maulbeerbaum, oder als Züchter von Seidenraupen und Cocons ein Nebeneinkommen verschaffen könnten. Zudem soll die Textilindustrie neue Profilierungsmöglichkeiten erhalten. Derzeit wird laut Mitteilung auf vier Schweizer Bauernhöfen der weisse Maulbeerbaum als Futterpflanze gezüchtet, und an einem Standort werden Cocons produziert. Schweizer Seide hat gemäss swiss silk eine lange Tradition, und zwar nicht nur in der Verarbeitung, sondern auch in der Rohseidenproduktion. Bereits im 13. Jahrhundert habe es eine Produktion in Zürich gegeben, und im Tessin sei die Seidenraupenzucht bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig gewesen, heisst es. (AP)

 

 

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