Das Wetter – Schwere Gewitter in Nord- und Mitteldeutschland – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Das Wetter

Unwetter Schwere Gewitter in Nord- und Mitteldeutschland

DAPD

04.06.2008

Frankfurt/Main – Heftige Unwetter haben erneut Straßen und Keller in mehreren Teilen Deutschlands unter Wasser gesetzt. In Hamburg und Schleswig-Holstein rückte die Feuerwehr wegen Blitzeinschlägen und Wasserschäden zu mehr als 100 Einsätzen aus, wie die Rettungskräfte am Mittwoch mitteilten. In Niedersachsen führten drei Blitzeinschläge zu Verspätungen bei der Bahn. Auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Nordbayern kam es laut Wetterdienst zu schweren Gewittern. Im Südwesten liefen die Aufräumarbeiten nach den Unwettern in der Nacht zum Dienstag auf Hochtouren.

Allein in Hamburg rückte die Feuerwehr zu 58 Einsätzen aus. Dort schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Hauses ein und verursachte ein Feuer. Wegen des starken Regens kam es zu Verkehrsbehinderungen, verletzt wurde den Angaben zufolge aber niemand. In Ratzeburg brannte ein altes Bauernhaus nach einem Blitzeinschlag bis auf die Grundmauern nieder. Eine 74 Jahre alte Bewohnerin konnte von einem Nachbarn aus dem brennenden Gebäude gerettet werden, wie die Polizei mitteilte.

Verzögerungen bei der Bahn wegen blockierter Gleise

Im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein rückte die Feuerwehr zu 56 Einsätzen aus. Straßen mussten wegen Überflutung gesperrt werden, zwei Bahnunterführungen waren zeitweise unpassierbar.

In Niedersachsen verursachten drei Blitzeinschläge Verspätungen im Bahnverkehr: Kurz vor 18.00 Uhr fiel laut einer Sprecherin an der Hauptstrecke Hamburg – Bremen das Stellwerk Hittfeld aus, weil ein Blitz eine Stromleitung getroffen hatte. Die Strecke war demnach bis in den späten Abend blockiert. Zwischen Celle und Uelzen war bereits am Nachmittag ein Baum vom Blitz getroffen worden und in die Oberleitung der Bahn gestürzt. Die Hauptstrecke von Hannover nach Hamburg musste zeitweilig gesperrt werden. Ein dritter Blitzschlag legte das Stellwerk Garßen bei Celle für eine Viertelstunde lahm.

In der sächsischen Ortschaft Werda fielen nach Angaben der Meteorologen innerhalb kurzer Zeit 92 Liter Regen pro Quadratmeter. In Plauen drückten die Wassermassen laut Polizei zahlreiche Gullideckel hoch und überschwemmten die Straßen. Im Süden von Sachsen-Anhalt fielen rund um Naumburg an der Saale und Weißenfels innerhalb weniger Stunden knapp 80 Liter Regen pro Quadratmeter.

Rund 500 Tonnen Abfall und zerstörte Möbel

Unterdessen laufen die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Unwettern in Südwestdeutschland auf Hochtouren: Allein im Zollernalbkreis südlich von Stuttgart wurden nach Angaben des Landratsamtes bis Mittwochmorgen rund 500 Tonnen zerstörte Möbel und andere Abfälle aus den Häusern geholt worden. Etliche hundert Hilfskräfte der Feuerwehr und Polizei waren weiter im Einsatz.

Die Polizei Balingen berichtete, die Aufräumarbeiten in der am schwersten betroffenen Gemeinde Jungingen seien am Dienstag von Schaulustigen behindert worden. „Da hat ein richtiger Katastrophentourismus eingesetzt“, sagte Polizeisprecher Lambert Maute der AP.

Die Aufräumarbeiten sind nach Angaben der Polizei ein Wettlauf gegen die Zeit: Inzwischen beginne der Schlamm in den Häusern zu trocknen, erklärte Maute. „Das ist für die Betroffenen eine sehr üble Angelegenheit. Die Leute sind zu bedauern.“ Nachdem die Hauptstraßen weitgehend geräumt seien, würden nun die Nebenstraßen gesäubert sowie Bäume und zerstörte Fahrzeuge entfernt. Auch die Statik der überspülten Brücken müsse geprüft werden. (AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige