Foto: Florian Jaenicke / SPD, Text: über dts Nachrichtenagentur
Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig beklagt einen "alltäglichen Sexismus" in der deutschen Gesellschaft. Dieser sei in all seinen Facetten völlig inakzeptabel, sagte Schwesig der "Welt am Sonntag". Sie betonte: "Letztlich ist das ein deutlicher Ausdruck mangelnder Wertschätzung und damit fehlender Gleichberechtigung der Frauen."
Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern bezeichnete es zudem als "nicht hinnehmbar", dass Frauen, "die von solchen sexistischen Übergriffen berichten, nachträglich zu Täterinnen gemacht werden". Angesichts der Sexismus-Vorwürfe gegen FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle lobte die Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2013, Katrin Göring-Eckardt, die Debatte als "längst überfällig". Sie führe hoffentlich dazu, "dass Sexismus in Zukunft klarer benannt und nicht toleriert wird. Und die Frauen darin bestärkt, sich nichts gefallen zu lassen", sagte Göring-Eckardt der "Welt am Sonntag". CSU-Familienpolitiker Norbert Geis verteidigte Brüderle gegen Kritik: "Was Rainer Brüderle gesagt hat, darf man nicht unter Sexismus einordnen", sagte Geis der "Welt am Sonntag". Man wisse, "dass er zu saloppen Bemerkungen neigt". Geis räumte auch ein: "In diesem Fall war sie vielleicht unpassend." Es sei schwer zu definieren, wo Sexismus beginnt. "Wir müssen immer darauf achten, dass wir den Anstand wahren", sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete weiter.
(dts Nachrichtenagentur)
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