Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
16.07.2006
Braunschweig - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig will in der VW-Affäre ihre Ermittlungen gegen sechs der insgesamt 14 Beschuldigten bis September abschließen. Behördensprecher Klaus Ziehe bestätigte am Wochenende entsprechende Berichte der Zeitung «Die Welt» und des Nachrichtenmagazins «Focus». Man habe in den letzten Wochen in Zeugenvernehmungen Ergebnisse gewonnen, mit denen bestehende Verdachtsmomente verdichtet und in Teilen bestätigt werden könnten, sagte Ziehe der AP.
Der Sprecher betonte aber, dass man noch mitten in den Ermittlungen sei. Von einem «entscheidenden Durchbruch» könne keine Rede sein. Bei den sechs abgetrennten Verfahren handelt es sich laut Ziehe um «Personen am Rande des Geschehens» der Affäre. Man wolle diese Verfahren rasch zum Abschluss bringen, damit die Betroffenen bald wüssten, woran sie seien. Er betonte, dass dies keine Vorentscheidung für oder gegen eine Anklage sei. Die «Welt» berichtete unter Berufung auf Justizkreise, dass mit Anklagen zu rechnen sei.
Aus dem Gesamtkomplex wurden Ende März die Verfahren gegen sechs Personen herausgetrennt, denen lediglich die Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen auf Kosten von Volkswagen zur Last gelegt wird. Zu den Sechs gehören früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge auch zwei Frauen. Gegen die beiden, die keine VW-Mitarbeiterinnen sind, wird demnach wegen Beihilfe zur Untreue und wegen Betrugs ermittelt.
Im Hauptverfahren zu der Affäre wird gegen die Ex-VW-Manager Helmuth Schuster, Klaus-Joachim Gebauer, den ehemaligen Personalvorstand Peter Hartz, den Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert und zwei weitere Beschuldigte ermittelt.
(AP)
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