Aktuelle Nachrichten – Deutschland
03.02.2013
Der türkische Selbstmordattentäter, der am Freitag einen Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara verübt hatte, hatte nach Informationen aus Sicherheitskreisen länger in Deutschland gelebt und war den deutschen Behörden als Extremist bekannt. Der Mann sei nach einer 2001 verbüßten Haft in der Türkei nach Deutschland gekommen und habe hier um politisches Asyl gebeten, sagten Sicherheitsexperten der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Sein Begehren sei abgelehnt worden, weil er kein Opfer politischer Verfolgung gewesen sei.
Auch habe man von seinem Engagement für die linksextreme Gruppe Revolutionäre Volksbefreiungsfront (DHKP-C) gewusst. Der Mann sei dann aufgefordert worden, Deutschland zu verlassen. Daraufhin sei er untergetaucht. Er sei in Deutschland nicht von Sicherheitsdiensten überwacht worden, weil er nicht als ein so genannter Gefährder eingestuft gewesen sei. Als Gefährder gelten Extremisten, denen man zutraut, Anschläge zu verüben oder zu organisieren.
(dts Nachrichtenagentur)
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