Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
29.04.2009
Amsterdam – Der Ölpreisverfall durch die Wirtschaftskrise hat auch bei Shell einen massiven Gewinneinbruch verursacht. Im ersten Quartal 2009 sackte der Nettogewinn um 62 Prozent auf 3,49 Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro), wie Royal Dutch Shell am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 9,08 Milliarden Dollar verdient. Europas größter Ölkonzern steht damit kaum besser da als Konkurrent BP. Die Nummer zwei in Europa hatte am Dienstag einen Gewinneinbruch um 64 Prozent auf 2,56 Milliarden Dollar gemeldet.
Der Umsatz von Shell ging um 49 Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar zurück. Die Ölförderung sank um 3,5 Prozent 3,32 Millionen Barrel pro Tag, teils durch Beschränkungen seitens der in der OPEC zusammengeschlossenen Förderländer, teils durch Ausfälle nach Angriffen auf Shell-Anlagen in Nigeria. Der durchschnittliche Verkaufspreis für das von dem Konzern geförderte Öl sank von 90,72 Dollar pro Barrel zu 159 Liter vor Jahresfrist auf 42,16 Dollar in den ersten drei Monaten 2009.
Allerdings sei die zugrundeliegende Produktion dennoch gestiegen, berichtete der Konzern. Die Förderung aus neu erschlossenen Ölfeldern habe zugenommen. Nachdem das Produktionsvolumen sieben Jahre lang stetig gesunken sei, habe Shell stark in neue Anlagen investiert. Im laufenden Jahr seien Investitionen von 31 Milliarden Dollar in die Erschließung neuer Produktionsstandorte vorgesehen; 7,1 Milliarden Dollar davon seien in den ersten drei Monaten bereits eingesetzt worden.
Shell kündigte eine Erhöhung der Quartals-Dividende um 5 Prozent auf 42 Dollarcent pro Aktie an. (AP)
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