Aktuelle Nachrichten – Unterhaltung
03.12.2011
Foto: AP Photo/U.S. Consumer Product Safety Commission
Berlin – Der gestiefelte Kater hatte ein Vorleben: Bevor er mit dem grünen Oger Shrek wilde Märchenabenteuer erlebte, sorgte er in seiner spanischen Heimat für Aufsehen. Gemeinsam mit seinem Jugendfreund Humpty Alexander Dumpty und der süßen Kitty Samtpfote war er zu dieser Zeit auf der Suche nach der Gans, die goldene Eier legt.
Im zweiten Teil der beliebten Trickfilmsaga „Shrek“ war er mit seinem spanischen Akzent und seiner südländischen Leidenschaft der heimliche Star der Geschichte. In dem nach ihm benannten 3D-Animationsfilm wird „Der gestiefelte Kater“ nun endgültig zum Hauptakteur – und das ganz ohne Oger, Prinzessin Fiona und Esel.
Stattdessen treten neue Märchenwesen in sein Leben. Zum Beispiel das sprechende Ei Humpty Dumpty, das amerikanische Kinder aus einem Gedicht kennen und das auch im „Alice im Wunderland“-Universum vorkommt.
Hauptsächlich bedient sich „Der gestiefelte Kater“ aber bei dem englischen Märchen „Hans und die Bohnenranke“. Die Handlung dreht sich somit um Zauberbohnen, eine Goldgans und eine Pflanze, die bis in den Himmel wächst. Das Geschehen wurde dabei in eine spanische Landschaft verlegt, die an den Wilden Westen erinnert. Dort pflanzt der Kater seine Zauberbohnen in die staubige Prärie.
Gesprochen wird der gestiefelte Kater auch in seinem ersten eigenen Kinoabenteuer von Benno Fürmann („Tom Sawyer“). Die Rolle des Jugendfreundes Humpty Dumpty übernimmt Stefan Raabs Dauerpraktikant Elton. Auch Christian Berkel („Das Experiment“) und die ehemalige "Tatort"-Kommissarin Andrea Sawatzi sind zu hören. Das Promi-Paar spricht ein Gaunerpärchen mit Kinderwunsch.
Da ist märchenhaft schöne Unterhaltung geradezu garantiert. Mehr noch als durch seinen Inhalt überzeugt „Der gestiefelte Kater“ allerdings durch seine optische 3D-Verpackung. Fantastisch sind die Bilder, wenn Bärte rasiert werden, der liebenswerte Kater in Großaufnahme zu sehen ist, oder die Kamera in wilder Fahrt durch die Steppe rauscht.
Dem Film ist dennoch anzumerken, dass es nie ganz leicht ist, einer Nebenfigur plötzlich die Hauptrolle überzustülpen. Auch die freche Miezekatze hat Schwierigkeiten, die Spannung konstant aufrecht zu halten. Doch die Wiedersehensfreude mit dem liebenswerten Kerl sowie die glänzenden Animationen stopfen nahezu alle inhaltlichen Löcher.
Das reicht zwar nicht, um mit dem Humor und der Originalität der ersten beiden „Shrek“-Episoden mitzuhalten, die vergangenen beiden Oger-Abenteuer steckt der Kater aber allemal in seine Stiefel. (dapd)
Weitere Info:
„Der gestiefelte Kater“, Trickfilm, USA 2011, 90 Minuten, FSK: 0, Verleih: Paramount, Regie: Chris Miller, Stimmen: Benno Fürmann, Elton, Christian Berkel, Andrea Sawatzi u.a.
Kinostart: 8. Dezember 2011
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