Umwelt – Sicherheits-Stresstest für atomare Zwischenlager – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Umwelt

Bundesumweltministerium Sicherheits-Stresstest für atomare Zwischenlager

DAPD

07.06.2012

Der Stresstest für atomare Zwischenlager bezieht darüber hinaus auch auf die Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben. Foto: Joerg Sarbach/dapd Photo
Der Stresstest für atomare Zwischenlager bezieht darüber hinaus auch auf die Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben.

Foto: Joerg Sarbach/dapd Photo

Essen – Das Bundesumweltministerium hat einen umfangreichen Sicherheits-Stresstest für atomare Zwischenlager und weitere Atom-Einrichtungen gestartet. Bis Mitte August sollen bundesweit rund 20 Atom-Anlagen unter anderem auf den Schutz vor extremen Erdbeben, Flugzeugabstürzen, Hochwasser, Wetterkatastrophen, Explosionen, Stromausfällen und Bränden untersucht werden, berichten die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Die Zeitungen berufen sich auf Informationen aus dem Umweltministerium und der Entsorgungskommission des Ministeriums.

Die Stresstests für die Zwischenlager waren bereits im vergangenen Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima angekündigt worden, parallel zu den lange abgeschlossenen Überprüfungen der Atomkraftwerke. Doch hatte sich die Umsetzung verzögert.

Vergangene Woche hat nach Informationen der Zeitungen die Entsorgungskommission des Umweltministeriums den angeforderten Fragenkatalog für die Prüfung fertiggestellt. Der Katalog sei den betroffenen Bundesländern mit Atom-Anlagen umgehend übermittelt worden, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums den Zeitungen.

Länder sollen Stellungnahme bis zu 17. August abgeben

Die Länder seien gebeten worden, die Stellungnahmen der Zwischenlager-Betreiber bis zum 17. August dem Umweltministerium vorzulegen. Die abschließenden Ergebnisse der Untersuchungen sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Überprüft werden sollen laut Fragenkatalog alle Zwischenlager für Brennelemente und hochradioaktive Abfälle. Das sind neben den zwölf Akw-Standorten die zentralen Zwischenlager Gorleben, Ahaus, Jülich und Lubmin.

Anders als ursprünglich geplant werden aber ein Dutzend Betriebe für die Bearbeitung und Lagerung von schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen vorerst nicht in den Test einbezogen.

Der Stresstest für atomare Zwischenlager bezieht darüber hinaus die Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben, die Wiederaufarbeitungsanlage und die Verglasungseinrichtung in Karlsruhe, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementeherstellung in Lingen ein.

(dapd)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige