Umwelt – Sicht auf Sternschnuppen ist Glückssache – DAPD
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Perseiden-Strom Sicht auf Sternschnuppen ist Glückssache

DAPD

11.08.2006

Frankfurt/Main - In der Nacht zum Sonntag ist die Chance am größten, eine Sternschnuppe zu sehen. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde würden ab etwa 01.00 Uhr am Himmel erscheinen, erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Der so genannte Perseiden-Strom tritt jedes Jahr im August auf, wenn die Erde die staubig-eisigen Überreste des Kometen 109P/Swift-Tuttle durchquert, wie DWD-Experte Uwe Bachmann sagte.

Die als Glücksbringer geltenden Himmelserscheinungen entstehen durch das Verglühen millimeter- bis zentimetergroßer Partikel (Meteoroide) beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Die Staub- und kleinen Gesteinsteilchen fliegen mit etwa 60 Kilometer pro Sekunde und werden beim Eintritt in die Erdatmosphäre durch Reibung an Luftpartikeln so stark erhitzt, dass sie verglühen.

«Hauptsächlich sollte man seinen Blick dabei nach Nordosten richten», empfahl Bachmann. Die Sicht wird aber zur der Zeit in Süddeutschland von Wolkenschichten verdeckt sein. Im Süden und Osten Bayerns, in Sachsen, Thüringen und Teilen Sachsen-Anhalts bestehe gar keine Chance, die Sternschnuppen zu sehen, sagte DWD-Meteorologe Michael Bauer. Im übrigen Bundesgebiet können die Sterne zwischen Wolkenlücken mal zum Vorschein kommen.

Die Sternschnuppen-Beobachtung kann dann allerdings vom hellen Mondschein beeinträchtigt werden. Wie die Vereinigung der Sternfreunde mitteilte, ist der Mond wenige Tage nach Vollmond noch relativ hell und steht im Sternbild Fische, nur 60 Grad vom Zentrum des Sternschnuppenstroms entfernt. In der zweiten Nachthälfte am Sonntag seien deshalb nur die hellsten Meteore, so genannte Feuerkugeln, gut sichtbar. Aber in den folgenden Nächten können auch noch einzelne Sternschnuppen beobachtet werden. Im November folgen dann die Sternschnuppen der Leoniden.

Die Bezeichnung Perseiden rührt vom Sternbild Perseus her. Manchmal werden sie auch Laurentius-Tränen genannt nach dem im Jahr 258 nach Christus gestorbenen gleichnamigen Märtyrer. (AP)

 

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