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Sieben Jahre Verfolgung von Falun Gong in China

Daniel Ulrich, Taipei

20.07.2006

Taipei, 20.7.2006/  Das Foto, das die Frau anlässlich  einer Mahnwache zum siebten Jahrestag der Verfolgung von Falun Gong in China vor sich hält, zeigt eines der bisher namentlich bekannten 2926 Todesopfer. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Durch das kommunistische Regime wurde 1999 unter Jiang Zemin eine bis heute anhaltende Vernichtungskampagne begonnen. (Foto: Daniel Ulrich)
Taipei, 20.7.2006/ Das Foto, das die Frau anlässlich einer Mahnwache zum siebten Jahrestag der Verfolgung von Falun Gong in China vor sich hält, zeigt eines der bisher namentlich bekannten 2926 Todesopfer. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Durch das kommunistische Regime wurde 1999 unter Jiang Zemin eine bis heute anhaltende Vernichtungskampagne begonnen. (

Foto: Daniel Ulrich)

Kerzen-Mahnwache für Falun Gong zum 20. Juli in Taipei, Taiwan, wo Falun Gong weit verbreitet und sehr angesehen ist. (
Kerzen-Mahnwache für Falun Gong zum 20. Juli in Taipei, Taiwan, wo Falun Gong weit verbreitet und sehr angesehen ist. (

Foto: Daniel Ulrich)

Taipei. 20.7.06 – Am 20. Juli vor genau sieben Jahren beklagte Falun Gong den Beginn seiner Verfolgung in der VR China, dort wo die Meditationsbewegung 1992 ihren Anfang nahm. Mit einer koordinierten Nacht und Nebel-Aktion sei eine Verhaftungswelle im ganzen Land gestartet worden, zwei Tage später wurde Falun Gong per Dekret öffentlich verboten.

Falun Gong sollte in drei Monaten „vernichtet“ werden, so meldeten die staatlich kontrollierten Medien des kommunistischen Landes.

Falun Gong weiß inzwischen von einer langen Liste des Leidens zu berichten, was es bedeutet, im kommunistischen China „vernichtet“ zu werden. Der Gipfel der Verfolgung ist sicherlich der geheime und systematische Organraub an den lebenden Falun Gong-Praktizierenden – die damit umgebracht werden –,  der seit März dieses Jahres aufgedeckt wird. Seit der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts des früheren kanadischen Staatssekretärs für Asien und den Pazifikraum, David Kilgour, und des Menschenrechtsanwalts David Matas, sorgte dieses Grauen Anfang Juli in der internationalen Presse für Aufsehen. Kilgour und Matas informieren zur Zeit auch persönlich Regierungen in verschiedenen Hauptstädten über die Anzahl von über 40.000 beim Organraub getöteten Falun Gong-Praktizierenden.    

„In Taiwan ist Falun Gong heute sehr populär, ähnlich wie es auf dem Festland früher war“, kann man hier überall im Land hören. Wenn man am Morgen durch die Parks der jungen Demokratie schlendert, trifft man fast überall Leute, die in Gruppen ihren Meditationsübungen nachgehen. Heute Abend waren jedoch anstatt der entspannten Gesichter, wie man sie beim Üben beobachten kann, bei vielen Tränen in den Augen zu sehen. Rund 500 Menschen versammelten sich in Taiwans Hauptstadt, Taipei, um des siebten Jahrestages der Verfolgung von Falun Gong auf dem Festland mit einer Kerzenmahnwache zu gedenken.

Warum Falun Gong auch in sieben Jahren unvorstellbarer Verfolgung nicht „vernichtet“ werden konnte, erklärte eine junge Kundgebungsteilnehmerin: „Es ist der Glaube an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, den Falun Gong lehrt und wonach wir leben. Grundsätze, die tief im Menschen verwurzelt sind und auch in der alten chinesischen Kultur –  der Kultur, die die Kommunistische Partei seit ihrer Machtergreifung von Grund auf zu zerstören versucht. Es ist der ungebrochene Wille dieser Verfolgung standzuhalten – bis eines Tages diesem Schrecken Einhalt geboten werden kann.“

Auf der ganzen Welt fanden heute Kundgebungen gegen die Verfolgung von Falun Gong statt.

Lesen Sie im China Spezial: 

  

 

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