Brüssel – Im Handelsstreit der Solarwirtschaft zwischen Europa und China begrüßt ein Bündnis europäischer Firmen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine rasche Lösung dringt. Allerdings müsse dafür geltendes Recht angewendet werden, sagte der Präsident der Initiative EU ProSun, Milan Nitzschke, am Donnerstag in Brüssel. Er verteidigte die Ende Juli bei der EU-Kommission eingereichte Handelsbeschwerde, mit der das Bündnis aus 25 europäischen Solarfirmen ein Antidumpingverfahren gegen China wegen angeblich illegaler Subventionen für die Solarindustrie erreichen will.
Bei Gesprächen in Peking hatte die Kanzlerin zuvor gesagt, es sei noch Zeit, den Solar-Streit durch Verhandlungen zu lösen und ein Antidumpingverfahren zu verhindern. In den USA werden chinesische Solarfirmen nach einem ähnlichen Verfahren seit Mai mit Strafzöllen von bis zu 250 Prozent belegt.
Deutsche und europäische Solarfirmen werfen China vor, durch unlautere Staatsförderung einen ruinösen Preiskampf zu forcieren. In Deutschland haben schon zahlreiche Solarunternehmen Insolvenz angemeldet. "Chinesisches Dumping schadet der Industrie und dem Standort Deutschland und Europa", sagte Nitzschke.
dapd
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